PROFI HECKENSCHNITT IM BIOTOP

Letzte Woche wurde durch die Firma Gartenträume GmbH, die Heckenabschnitte 6 u. 7 (siehe Plan in der Galerie)  links und rechts vom Mergelweg selektiv auf-den-Stock-gesetzt. Diese Pflegeart ist  aufwendig, aber sie dient einer schonenden und laufenden Verjüngen der Hecken, so werden die verschiedenen Straucharten auch am meisten gefördert!

Warum?: Dies war nötig, da sonst die Hecke langsam verbuschen würde und die schnellwachsenden Sträucher den langsam- und niedrigwachsenden  das Licht nehmen und so der ökologische Wert dieser Hecke abnehmen würde.

Was geschah mit dem Schnittgut?: Die wurde wurde teilweise direkt in der Hecke als Asthaufen verbaut und gibt so Überwinterungsmöglichkeiten für Igel, Amphibien und Co. Auch können sich Vögel die diese Naturoase als Rast- oder Überwinterungsgebiet aufsuchen, sich dort darin verstecken oder als Beobachtungswarte gebrauchen. Für viele Insektenarten sind Asthaufen wichtige Schlupfmöglichkeiten, gerade für die  Wildbienenarten, die in der Schweiz stark zurückgegangen sind. Einige grössere Stämme wurden zersägt und damit kleinere Holzhaufen angelegt, aus diesen Abschnitten wird so langsam Totholz werden.

Auch die Fledermäuse haben wir gefördert, indem ein neuer Fledermauskasten in die Silberpappel gehängt wurde.

Wir danken Stefan, Lukas und Seppi der Firma Gartenträume GmbH für euren Einsatz.

(Klickt auf die Fotos um eine grösser Auflösung zusehen! Das Copyright bleibt beim Fotografen oder beim NVVB!)

Merkblätter

„Eine Hecke hat dann einen hohen ökologischen Wert, wenn sie aus einheimischen Pflanzenarten besteht, denn nur sie dienen unseren Wildtieren als Nahrung.“

→ AGRIDEA: Unsere einheimischen Heckenpflanzen – PDF

→ BirdLife Schweiz: Heckenschnitt – PDF

(Sollte das PDF nicht auf ihrem Browser erscheinen, dann klicken sie auf den Link via der rechten Maustaste und dann Ziel speichern unter…)

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DIE BRUTHINWEISSCHILDER HÄNGEN WIEDER…

…WARUM EIGENTLICH?

Nun zur Frühlingszeit kehren viele Tiere wieder aus ihrem Winterquartier in Birsfeldens einmaliger Naturoase dem Biotop „Am Stausee“ zurück. So ist das Teichhuhnpaar, welches seit mehreren Jahren hier brütet wieder an den  Teich zurückgekehrt und ist schon am Nestbau. Auch ein Zilpzalp ein Kurzsteckenzieher der in Südwesteuropa und Nordafrika überwintert, singt schon unermüdlich im Gebiet.

Auch die Amphibienwanderungszeit hat längst begonnen, die ersten Berg- und Fadenmolche im Teich tauchen auf, Erdröten hört man und haben teilweise schon abgelaicht. 

Einige Wasserläufer sieht man auch schon wieder auf der
Wasseroberfläche gleiten. Immer Mal wieder hat man Glück und entdeckt Libellenlarven ganz unten am Teichboden und vieles mehr…

Bald wächst die Wiese am Teich wieder und gibt Schutz und Nahrung für viele fliegenden Insekten wie Schmetterlinge, Hummeln, Wildbienen und Co. Auch Bodenbrüter wie der Zilpzalp oder der Teichrohrsänger der sein Nest an Schilf- oder Rohrkolbenhalme aufhängt, profitieren von dieser
Ruhezone.

Damit all diese Tiere nicht gestört werden, dient die Fläche um den Teich herum dem Schutze und sollte daher auch nicht von Besuchern betreten werden, darum hat man auch keinen Weg drumherum angelegt!

Deshalb haben wir wie die Jahre zuvor wieder unsere schönen Bruthinweisschilder aufgehängt.

Wir danken allen Besuchern für Ihr Verständnis

Unsere Rücksichtnahme gibt der Natur eine Chance!

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Zur Information:

Auch die Blumenwiesen dürfen nicht betreten werden, sind weder Hunde- noch Kinderspielwiesen. Darum Bitte bleiben Sie auf dem Weg, von dort kann man genügend beobachten.

 

Und: Alle Amphibien stehen in der Schweiz unter Naturschutz! Es ist daher verboten ihre Larven oder ihren Laich aus  Teichen, Weihern etc. zu entfernen. Es kann für Amphibien sogar gefährlich werden, wenn man Laich oder Amphibien in einen anderen Teiche, Weiher oder ein anderes Naturschutzgebiet transportiert, weil dadurch eine gefährliche Krankheit von einem Gebiet in ein anderes übertragen werden könnte.

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Auch das aussetzen von Fischen, Schildkröten etc. ist in öffentlichen Gewässern wie der Teich im Biotop „Am Stausee“ verboten!
Sollten Sie jemanden beobachten der Fische, Schildkröten aussetzt oder Laich, Kaulquappen oder Amphibien aus dem Teich entfernt oder einsetzen möchte, machen Sie diese Leute bitte darauf aufmerksam. Die Amphibien danken Ihnen.

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