AUSGESETZTE STOCKENTENMUTTER MIT 12 JUNGEN

Falsch verstandenen Tierliebe!

Am letzten Freitagmorgen wurden im Teich des „Biotop Am Stausee“, eine Entenmutter mit ihren 12 Jungen ausgesetzt, diese Brut stammt anscheinend vom Rümelinsplatz in Basel.

Dort hat die Mutter auf einem Balkon im 4.Stock in einem grossen Blumentopf ihre Eier ausgebrütet. Normalerweise bringt man diese Tiere in den Rhein, woher diese Stockentenmutter auch herstammt, aber sicherlich nicht in ein Teich ein paar Kilomenter entfernt! Denn meistens werden junge Entlein im Familienverband mit anderen Stockentenweibchen, sogenannte Tanten dann im Rhein erzogen. In einem Teich würde eine Stockente sowieso nicht bleiben, die brauchen ein Fliessgewässer! Sie hat sich ja auch schon wieder verabschiedet und wurde seit Sonntag dort nicht mehr gesichtet.

Der unnötige Stress für die Entenmutter mit ihren Jungen hätte man ihr ersparen können! Ein Anruf an uns oder ans Tierheim beider Basel und man wäre schlauer gewesen!


Sie konnte sich aber trotzdem von der Aufregung etwas im Teich erholen, was die Bilder hier zeigen

Übrigens das AUSSETZEN von Wild- und Haustieren ist generell verboten!


 

Angepasste Artenlisten Biotop am Stausee

2018 wird diese für Birsfelden einmalige Naturoase mit ihrem vielfältigen Mosaik unterschiedlicher Lebensäume (Biotope), wie Wildblumenwiesen, Hecken, Teich, Trockenmauer, reaktivierter Trockenstandort (Hügel), Einzelbäumen und den Kleinstrukturen mit Ast- und Steinhaufen schon 35 Jahre alt.

Es war und ist eben möglich in einem kleine Naturschutz wie dieses – so nah an dem Siedlungsgebiet -,  für unsere einheimische Tier- und Pflanzenwelt sich einzusetzen.

Um euch ein Überblick zu schaffen, was hier alles schon beobachtet worden ist, haben wir die Artenlisten der bestimmten Vögel, Pflanzen, Amphibien, Reptilien, Libellen, Tagfalter (Schmetterlinge) und Säugetiere des „Biotop am Stausee“ angepasst und erneuert, schaut sie euch doch mal an

Artenliste Vogelbeobachtungen im „Biotop am Stausee“ Birsfelden [PDF, 3 MB]

Artenliste der Botanik im Biotop am Stausee [PDF, 3 MB]

Artenliste der Amphibien und Reptilien im Biotop am Stausee [PDF, 701 KB]

Artenliste der Libellen im Biotop am Stausee [PDF, 909 KB]

Artenliste der Tagfalter (Schmetterlinge) im Biotop am Stausee [PDF, 639 KB]

Artenliste der Säugetiere im Biotop am Stausee [PDF, 1 MB]

Inhalt der Artenlisten ohne Gewähr!

(Einfach auf die Fotos klicken und schon kann man sie sich in voller Grösse und Qualität  anschauen – Das Copyright bleibt beim Fotografen siehe Angaben auf dem Foto!)

RÜCKSCHNITT DER WEIDE

Im August wurde die einst grosse Weide am rechten Teichrand durch den Sturm ziemlich durchgerüttelt – wir haben darüber berichtet -, auch die Herbststürme haben weitere morsche Äste abbrechen lassen. An unserem  Naturschutztag haben wir festgestellt, dass neben den Sturmschäden auch der Weidenbohrer, Buntspecht u.Co. auch schon volle Arbeit geleistet haben u.ein Teil der Weide drohte in den Teich zu fallen.

Somit wurde am vergangenen Montag durch den Gemeinde-Baumpfleger in Zusammenarbeit mit einem Gärtner der Grünspecht GmbH, die Weide nun total zurückgeschnitten.

 

Die abgesägten Weidestücke werden vor Ort als Totholz belassen, so profitieren viele Insekten-u.Vogelarten davon.

Auch die zurückgeschnittene Weide bleibt bestehen und kann im Frühling wieder ausschlagen, denn die Blüten (Weidekätzchen) sind die erste Nahrung von Wild- u. Honigbienen & Co.  nach der Winterruhe.

Übrigens die blauschwarzen Früchte des Efeus an der Weide, sind  jetzt gerade zur Winterzeit Futter für diverse Vogelarten, wie z.B. Staren, Ameln u. andere Drosselarten. Im Herbst, wenn der Gemeine Efeu blüht, sieht man nebst den Bienen und Schwebefliegen auch viele Schmetterlingsarten daran, vorallem der Admiral Tagfalter trifft man dann dort häufig, bevor es sich auf Wanderschaft macht.


Weiden gehören zu den Pionierbaumarten und sind ökologisch sehr wertvoll – Weiter Infos darüber gibt’s hier!


 

ABGEBROCHENE WEIDENÄSTE

Leider haben die Sommerstürme auch in der Region keinen Halt gemacht und somit kam es am 18. August auf der ganzen Kraftwerkparzelle 1550  zu vielen Baumschäden, darunter auch bei der Weide im „Biotop Am Stausee“ am rechten Teichrand, dort ist ein weiterer grosser Ast total abgebrochen, der erste krachte Ende Juni herunter. Nun sieht die Weide aus wie gespalten, doch neues Leben kommt von der Mitte hervor, dort wächst seit ein paar Jahren ein wilder Kirschbaum hervor.

Eine Weide hat einen hohen ökologischen Wert, viele Insektenarten leben auf ihr, die wiederum sind Nahrungsgeber vieler Vogelarten.  Gerade im Frühjahr wenn die Weidenkätzchen blühen, sind Honig- und Wildbienen die ersten die von ihr profitieren.

Somit werden wir versuchen soviel wie möglich von der Weide zu Retten und an Ort zu belassen. Ein Teil der abgebrochenen Äste werden wir zu einem Asthaufen zusammentragen und somit als Totholz der Natur zurückgeben.