AUSGESETZTE STOCKENTENMUTTER MIT 12 JUNGEN

Falsch verstandenen Tierliebe!

Am letzten Freitagmorgen wurden im Teich des „Biotop Am Stausee“, eine Entenmutter mit ihren 12 Jungen ausgesetzt, diese Brut stammt anscheinend vom Rümelinsplatz in Basel.

Dort hat die Mutter auf einem Balkon im 4.Stock in einem grossen Blumentopf ihre Eier ausgebrütet. Normalerweise bringt man diese Tiere in den Rhein, woher diese Stockentenmutter auch herstammt, aber sicherlich nicht in ein Teich ein paar Kilomenter entfernt! Denn meistens werden junge Entlein im Familienverband mit anderen Stockentenweibchen, sogenannte Tanten dann im Rhein erzogen. In einem Teich würde eine Stockente sowieso nicht bleiben, die brauchen ein Fliessgewässer! Sie hat sich ja auch schon wieder verabschiedet und wurde seit Sonntag dort nicht mehr gesichtet.

Der unnötige Stress für die Entenmutter mit ihren Jungen hätte man ihr ersparen können! Ein Anruf an uns oder ans Tierheim beider Basel und man wäre schlauer gewesen!


Sie konnte sich aber trotzdem von der Aufregung etwas im Teich erholen, was die Bilder hier zeigen

Übrigens das AUSSETZEN von Wild- und Haustieren ist generell verboten!


 

IGEL AUSWILDERUNGSAKTION

Ein junger Igel wurde Mitte November, im Lärchengartenquartier abgemagert mit nur 274g Körpergewicht, durch Enya und Denise Bucher-Leuthardt gefunden. In der Tierpraxis Mondo wurde er dann untersucht (bei Wildtieren kostenlose Behandlung – Danke), da er nicht mehr frass kam er an die Infusion, später wurde er noch mit einer Antibiotika gegen die Lungenwürmer und Husten behandelt. Danach wurde er über den Winter aufgepäppelt durch die Familien Bucher-Leuthardt und Mannhardt und ihren tollen naturliebenden Kindern Finn, Enya & Flurin, Simeon und Timea.

Euch allen ein herzliches Dankeschön für euren grandiosen Einsatz für unsere einheimische Tierwelt. Ihr seid wahre Natur-Helden!!!

Gestern Sonntagabend konnten wir ihn dann alle gemeinsam mit einem stabilen Köpergewicht von 760g im „Biotop Am Stausee“ in die Freiheit entlassen.

Kaum sass er im frischen Gras der Wildblumenwiese, flitzte er munter davon, fand schon nach kurzer Zeit was zu fressen und speichelte sich ein. Das Selbstbespeicheln ist übrigens eine natürliche Reaktion auf neue Gerüche und neuen Geschmack, also ein gutes Zeichen.

Nun wünschen wir dem Igel viel Glück!


Igel sind Wildtiere darum gehören sie in die Freiheit – Alle Infos zur Hilfe und Förderung der Igel, findet ihr hier -> Pro Igel Schweiz

 

 

DIE AMPHIBIENWANDERUNG HAT ANGEFANGEN

Wenn Ende Februar – Anfangs März, die Nächte wärmer werden und es etwas geregnet hat, spüren die Amphibien den Frühling und machen sich auf den Weg in ihre Laichgewässer. So auch in Birsfeldens einmaliger Naturoase „Biotop Am Stausee“ und in dem von uns betreuten Natutschutzgebiet „Weiheranlage Hard“ im Hardwald.

So werden in den nächsten Wochen wieder Berg- und Fadenmolch, Erdkröten und vielleicht auch ein paar Grasfrösche zum Teich wandern. Darum seid vorsichtig, schaut ab und zu auf den Weg, vielleicht seht ihr ja welche.

Tipp:

Die Erdkröte wandert

  • bei Regen bei einer Lufttemperatur ab 6 °C

  • ohne Regen bei einer Lufttemperatur ab 12 °C

  • 95% aller Zugnächte fallen im Mittelland zwischen die Zeit vom 14. März und 18. April (Mittel: 27. März).

Der Grasfrosch wandert

  • bei Regen bei einer Lufttemperatur ab 4 °C

  • ohne Regen bei einer Lufttemperatur ab 10 °C

  • 95% aller Zugnächte im Frühling fallen im Mittelland zwischen die Zeit vom 20. Februar und 3. April (Mittel: 13. März).

Molchwanderung sind schlecht erforscht. Die Frühjahrswanderung verläuft im März bis April. Einige konnten wir aber schon Ende Februar nun im Teich beobachten.

Solltet ihr auch was beobachtet haben, dann teilt es uns einfach mit via
Beobachtungen.

Wichtig:

Amphibien und deren Laichgewässer stehen in der Schweiz unter Naturschutz! Es ist darum verboten, Amphibien, ihre Larven oder ihren Laich aus Teichen, Weihern etc. zu entfernen. Es kann für Amphibien sogar gefährlich werden, wenn man Laich oder Amphibien in ein anderes Gewässer oder Naturschutzgebiet transportiert, weil dadurch eine gefährliche Krankheit von einem Gebiet in ein anderes übertragen werden könnte.

Sollten Sie jemanden beobachten, der Laich, Kaulquappen oder Amphibien aus dem Teich entfernt oder einsetzen möchte, machen Sie diese Leute bitte darauf aufmerksam. Die Amphibien danken Ihnen.

Weiter gilt:


Alles über die Amphibienarten der Schweiz und den Schutz könnt ihr hier nachlesen

→ Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (karch)