2017: Beobachtete Vögel, Amphibien, Libellen…

Hier kommt der Jahresrückblick 2017 der beobachteten Vögel, Amphibien, Libellen, Schmetterlinge und Säugertiere aus dem „Biotop Am Stausee“:

Vögel

81 Vogelarten konnten 2017 wieder beobachtet werden, dass ist eine leichte
Zunahme  gegenüber dem Vorjahr.

Hier könnt ihr die Liste der beobachteten Vögel euch herunterladen

→Vogelbeobachtungen 2017 [PDF, 45 KB]

Besonderes: Gewisse Zugvögel blieben während dem Herbstzug über mehere Tagen und sogar Wochen auf ihrer Rückreise in den Süden im Gebiet. Darunter war ein
weibchenfarbiger Gartenrotschwanz , >20 Tannenmeisen, >6 Trauerschnäpper. Auch ein Gelbbrauenlaubsänger kam ganz kurz auf Besuch.

Highlights des Jahres: Berglaubsänger, Beutelmeise, Gartengrasmücke, Grauschnäpper, Dorngrasmücke, Klappergrasmücke, Schilfrohrsänger, Sumpfrohrsänger  uvm.

Brutvögel 2018: Amsel, Blaumeise, Buchfink, Elster, Grünfink, Haussperling, Kohlmeise, Mönchsgrasmücke, Rabenkrähe, Ringeltaube, Rotkehlchen, Zilpzalp.

→ Linktipp Vogelarten Schweiz – Vogelwarte Sempach!



Amphibien**

Toll ist die weitere Zunahme der Erdkröten (es sind die, die nicht quaken!), so konnten wir ab dem 12. März bis ca. 20. März eine regelrechte Erdkröten-Massenwanderung an den Teich beobachten. Anfangs April sah man dann die ersten Kaulquappen. Auch Bergmolch und Fadenmolch waren unterwegs und zeigen eine stabile Population auf. Leider sind im Februar bei recht tiefen Frosttemperaturen einige  Wasserfrösche – Wasserfroschkomplex, zum Opfer gefallen. Doch ab Juni konnte man sehen, dass es immer noch recht viele Wasserfrösche im Teich hatte, die weit bis in den November noch zahlreich gesichtet worden sind.

**Alle Amphibien (Frösche, Kröten, Molche usw.) und deren Laich und Larven, sowie alle Reptilien sind eidgenössisch geschützt. Es ist daher nicht erlaubt, sie zu fangen, mitzuführen, in Gewahrsam zu nehmen oder umzusiedeln. (Auch nicht für oder von Gartenweiher.) Ferner darf man keine Fische (z.B. Goldfische) oder Schildkröten (z.B. Rotwangenschmuckschildkröte) auszusetzen.
Bitte machen Sie als Besucher andere auf diese Regeln aufmerksam, falls Sie Verstösse feststellen, meldet euch bitte bei der regionalen KARCH-Vertreterin! oder bei uns!



Libellen

Dank dem nahen Rhein und den vielfältigen Lebensraumsstukturen gab’s eine weitere  Zunahme der Libellenarten, sagenhafte  18 Arten konnten gesichtet werden.

Hier könnt ihr die Liste der beobachteten Libellenarten euch herunterladen
→ Libellenbeobachtungen 2017 [PDF, 41 KB]

Darunter ein Highlight: Am 28. März eine Paarung der Winterlibelle. Beim Naturschutztag fanden wir im Teich dann einige Gross-Libellenlarven.

→ Libellenarten-Link-Tipp!



Schmetterlinge und andere Insekten

Leider ist auch hier das  Insektensterben* spürbar. Wir versuchten weiter mit Altgras-u. Blütenstreifen dem entgegenzuwirken, auch wird immer genügend Saum zu den
Hecken stehengelassen, Asthaufen angelegt und Totholz liegengelassen, damit die Insekten eine Rückzugsort und Überwinterungchance haben. Auch der zweifache Mähzyklus wird je nach Blütenstand durchgeführt. / *Die Schweiz weist heute – neben den Blütenpflanzen – bei den Insektenarten den höchsten Anteil an gefährdeten Arten in Mitteleuropa auf!

Erfreulich ist die Zunahmen des Federgeistchens und des kleinen und grossen Wollschwebers. Auch einige Bläulingsarten mehr konnten gesichtet werden. Viele Wildbienenarten (Mauerbiene, Wollbiene, Sandbiene etc) und Honigbienen schwirrten umher. Auch Hornissen sah man häufiger als sonst. Sowie viele Spinnenarten, darunter die Krabbenspinne und Wespenspinne. Auch einige Heugümperarten wie das Grosse grüne Heupferd waren vermehrt vorhanden.

Wir werden im 2018 vermerkt auf die Insektenarten ein Auge werfen, damit wir Ende Jahr eine ausführlichere Artenliste präsentieren können. Auch angepasste Pflegemassnahmen sollten helfen, die Artenvielfalt noch mehr zu steigern.

Was kann jeder von uns sonst noch tun? Hier gibt’s wertvolle Tipps!
Wichtig auch keine unnötige Lichtemissionen, wie z.B. die unnötigen Solarlampen an Wegen von Familiengarten-Parzellen, Vor- und Hinterhof-Gärten etc.! -> Der Katon Baselland schreibt dazu: Die Störung der allgemeinen Nachtruhe zwischen 22.00h und 06.00h muss verhältnismässig sein. Leuchten, welche nicht im Zusammenhang mit Sicherheit stehen, sind während der Nachtruhe auszuschalten.

→ Linktipps: Tierschonende Mahd – Rücksicht auf Wiesenbewohner



Folgende Säugertiere wurden beobachtet

Durchs ganze Jahr hindurch konnte man sowohl das rötlich- wie auch das schwarzgefärbte Eichhörnchen im Gebiet gut beobachten. An manchen Herbsttagen, konnten bis zu 7 am Tag gezählt werden. Auch Waldmaus und Rötelmaus waren da.

Leider nahm die Anzahl der Igel ab. So konnten nur eine Igelfamilie gesehen werden. Wir hoffen, dass die benachbarten Familiengärtner soweit als möglich auf Schneckenkörner verzichten und wenn dann bitte nur die Schneckenkörner auf der Basis von Eisen III-Phosphat verwenden. Auch die benachbarten Liegenschaften können was tun, indem sie vermehrt ihr Umgebungsgrün naturnaher gestalten und wenn schon vorhanden dementsprechend pflegen. Das Laub unter den Hecken sollte daher liegengelassen werden. Das Laub auf den Wegen zu Laubhaufen für die Igel angelegt werden. Auch Schnittmaterial von Hecken und Bäumen kann als Asthaufen angelegt werden und auf Laubbläser und Rasenrobotern kann sowieso verzichten werden.

Leider gab’s wieder eine Zunahme der Hauskatzen und auch einige
Hundebesitzer, lassen trotz Hundeverbot immer noch ihre Hunde unbeobachtet im Gebiet laufen und ja scheissen! Hoffen wir, dass diese sich bald das neue Hundereglement durchgelesen oder die Gemeinde Birsfelden sie darüber
informiert!

Linktipp – Igel Gefahren im Siedlungsraum


Wer auch einmal bei uns Mithelfen möchte bei unseren Pflegeeinsätze oder anderen Aktivitäten, darf sich gerne hier eintragen.

Denn nur was wir selber kennen, können wir auch schützen!

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AKTUELL: HUMUSABTRAG AUF DEM HÜGEL


Warum?

Aleppo-Mohrhirse auf dem Hügel - 2017(© NVVB)Seit ein paar Jahren hat sich hier leider die Aleppo-Mohrenhirse (Sorghum halepense) – eine invasive Pflanzen – angesiedelt. Invasive Arten vedrägen die anderen Wiesenpflanzen und führen zu einer unerwünschten Abnahme der Blumenvielfalt.

Ehemaliger lebendiger Trockenstandort: Vor 35 Jahren wurde der sonnenexponierte Hügel als Trockenstandort angelegt. Mit der Zeit hat sich dort eine nährstoffreiche Fettwiese entwickelt. Nun wird durch den Humusabtrag ein Teil des  Hügels wieder ausgemagert und zurück in einen Trockenstandort verwandelt. Trockenliebende Blumen, Wildbienen und Schmetterlinge werden davon profitieren. Das „Biotop Am Stausee“ wird ökologisch weiter aufgewertet.

Artenverlust Schweiz: Die Schweiz weist heute bei vielen Blütenpflanzen- und Insektenarten einen sehr hohen Anteil an gefährdeten Arten auf. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch im Siedlungsraum artenreiche Standorte fördern, schützen und „nur“ den Tieren und Pflanzen überlassen.

Unsere Rücksichtnahme gibt der Natur eine Chance – Danke


 

Rückblick erster Humusabtrag 2015

NEUJAHR 2018

Auch in diesem Jahr wird wieder vieles spannendes in Birsfeldens einmaliger Naturoase „Biotop Am Stausee“ passieren.

Merkt euch schon einmal diese zwei tollen Veranstaltungen vor



Durch das Jahr hindurch – zum 35-jährigen Jubiläum -, wird es noch einiges Anderes geben. Seid also gespannt!

Wenn ihr bei uns MITHELFEN wollt, dann dürft ihr hier drücken

→ Mithelfen erwünscht!

Wir freuen uns auf euch.

Es grüsst euch herzlich der


→ Mitglied werden!

Angepasste Artenlisten Biotop am Stausee

2018 wird diese für Birsfelden einmalige Naturoase mit ihrem vielfältigen Mosaik unterschiedlicher Lebensäume (Biotope), wie Wildblumenwiesen, Hecken, Teich, Trockenmauer, Einzelbäumen und den Kleinstrukturen mit Ast- und Steinhaufen schon 35 Jahre alt.

Es war und ist eben möglich in einem kleine Naturschutz wie dieses – so nah an dem Siedlungsgebiet -,  für unsere einheimische Tier- und Pflanzenwelt sich einzusetzen.

Um euch ein Überblick zu schaffen, was hier alles schon beobachtet worden ist, haben wir die Artenlisten der bestimmten Vögel, Pflanzen, Amphibien, Reptilien, Libellen, Tagfalter (Schmetterlinge) und Säugetiere des „Biotop am Stausee“ angepasst und erneuert, schaut sie euch doch mal an

Artenliste Vogelbeobachtungen im „Biotop am Stausee“ Birsfelden [PDF, 3 MB]

Artenliste der Botanik im Biotop am Stausee [PDF, 3 MB]

Artenliste der Amphibien und Reptilien im Biotop am Stausee [PDF, 701 KB]

Artenliste der Libellen im Biotop am Stausee [PDF, 909 KB]

Artenliste der Tagfalter (Schmetterlinge) im Biotop am Stausee [PDF, 639 KB]

Artenliste der Säugetiere im Biotop am Stausee [PDF, 1 MB]

Inhalt der Artenlisten ohne Gewähr!

(Einfach auf die Fotos klicken und schon kann man sie sich in voller Grösse und Qualität  anschauen – Das Copyright bleibt beim Fotografen siehe Angaben auf dem Foto!)

RÜCKSCHNITT DER WEIDE

Im August wurde die einst grosse Weide am rechten Teichrand durch den Sturm ziemlich durchgerüttelt – wir haben darüber berichtet -, auch die Herbststürme haben weitere morsche Äste abbrechen lassen. An unserem  Naturschutztag haben wir festgestellt, dass neben den Sturmschäden auch der Weidenbohrer, Buntspecht u.Co. auch schon volle Arbeit geleistet haben u.ein Teil der Weide drohte in den Teich zu fallen.

Somit wurde am vergangenen Montag durch den Gemeinde-Baumpfleger in Zusammenarbeit mit einem Gärtner der Grünspecht GmbH, die Weide nun total zurückgeschnitten.

 

Die abgesägten Weidestücke werden vor Ort als Totholz belassen, so profitieren viele Insekten-u.Vogelarten davon.

Auch die zurückgeschnittene Weide bleibt bestehen und kann im Frühling wieder ausschlagen, denn die Blüten (Weidekätzchen) sind die erste Nahrung von Wild- u. Honigbienen & Co.  nach der Winterruhe.

Übrigens die blauschwarzen Früchte des Efeus an der Weide, sind  jetzt gerade zur Winterzeit Futter für diverse Vogelarten, wie z.B. Staren, Ameln u. andere Drosselarten. Im Herbst, wenn der Gemeine Efeu blüht, sieht man nebst den Bienen und Schwebefliegen auch viele Schmetterlingsarten daran, vorallem der Admiral Tagfalter trifft man dann dort häufig, bevor es sich auf Wanderschaft macht.


Weiden gehören zu den Pionierbaumarten und sind ökologisch sehr wertvoll – Weiter Infos darüber gibt’s hier!