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Sommerimpressionen vom Sternenfeldbiotop

Auch während der Sommermonate ist das Sternenfeldbiotop in Birsfelden ein gut besuchter  Naturgarten!

Naturschutz in der Schweiz – Darf uns das egal sein?

Die Titelgeschichte des aktuellen Beobachters (Nr. 14, 9.Juli 2010):

«Darf uns das egal sein? – Die Schweiz unterschätzt den Wert einer intakten Umwelt»

Gibt einen guten Einblick in die momentane Situation der Schweiz, wie Sie ihre Landschaften, Pflanzen- und Tierarten schützt, aber meistens leider nur auf dem Papier.

Natur im Siedlungsraum - Sternenfeldbiotop (© J.Roth)

Hier die Beobachter-Artikel-Links dazu:

Frühe Adonislibelle am Teich - Sternenfeldbiotop (© Thomas Blum)

Online-Petition: Pro Natura – «Schützen wir die Biodiversität jetzt!» und des Schweizer Vogelschutz / SVS BirdLife Schweiz:

Der einmalige Naturgarten Birsfeldens - Sternenfeldbiotop 2010 (© J.Roth)

Hier die wichtigen Lebensräume des Sternenfeldbiotops in Birsfelden – Artenvielfalt im unmittelbaren Siedlungsraum:

Bläuling im Morgenlicht (© Thomas Blum)

Heckenbiotop: Sträucher und Bäume im Sternenfeldbiotop in Birsfelden Teil 4/4

Sternenfeldbiotop Birsfelden - Die Übersicht ©GoogleEarth

Teil 4: Heckenbiotop: Sträucher und Bäume

Hecken, Einzelsträucher und Bäume sind wichtige Lebensräume für zahlreiche Tiere und Pflanzen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt. Sie verbinden Lebensräume miteinander und sind ein wichtiger Bestandteil des Biotopverbundes. In Hecken herrschen auf kleinstem Raum ganz unterschiedliche Lebensbedingungen. Hecken ermöglichen es den Tieren, geschützt von einem Lebensraum zum anderen zu wandern. Verschiedene Tierarten finden in strukturreichen Hecken Schutz, Nahrung, geeignete Brutstätten und Überwinterungsquartiere. Die  Strauchzusammensetzung (einheimische Arten!) sowie ein vorgelagerter Krautsaum entscheiden über den Tierreichtum in der Hecke. Obwohl Hecken durch menschliche Tätigkeit entstanden, sind sie ein Stück Natur! Denn es sind gerade die natürlichen Einflüsse, die jeder Hecke ihren eigentümlichen Charakter verleihen. Auch Menschen erfreuen einheimische Büsche mit ihrer Blütenpracht im Frühling und im Herbst. Hecken sind vor allem dann wertvoll, wenn sie eine Vielfalt an einheimischen Sträuchern aufweisen und wenn Ast- und Laubhaufen darin angelegt werden. Sie sollen selektiv und abschnittsweise gepflegt werden. Ein jährlicher Radikalschnitt in einen Viereck- oder Rundform ist der Tod einer Naturhecke!

Die Hecken, Einzelsträucher und Bäume im Sternenfeldbiotop

Die Hecken mit Sträuchern und Bäume im Sternenfeldbiotop Birsfelden, bestehen teilweise seit rund 27 Jahren und es hat sich darin und drum herum viel getan. Ein kleiner Blick zurück in die Geschichte, zeigt den Verlauf dieses wertvollen Lebensraums für eine Vielzahl einheimischer Tier- und Pflanzenarten:

Frühere Bedeutung und Nutzung

Erste Schleuse 1975 (© Fritz Raschdorf)

Auf der Kraftwerkparzelle 1550 ist einiges passiert. Die Geschichte der Hecken mit Sträuchern und Bäumen beginnt mit dem Bau der 2. Schleuse des Kraftwerks Birsfelden (1977). Der bis zum Bau jährlich auf dem Areal 1550 angebaute Mais verschwand. Der beim Bau angefallene Aushub wurde 6 Jahre lang auf dem ehemaligen Maisacker abgelagert. Es entstand für kurze Zeit ein kleines wildes Kinderparadies für die benachbarte Wohnüberbauung Sternenfeld. Nach der Fertigstellung der 2.Schleuse (Einweihung 1979), wurde die Parzelle 1550 wieder zu einem Acker umgepflügt und gleichzeitig im Auftrag des Kraftwerks nach einer Lösung für die weitere Nutzung gesucht. Der Wunsch des Kraftwerkes war, der Gemeinde Birsfelden die Hege und Pflege des Areals zu übertragen. Nach vielen Diskussionen und Abstimmungskämpfen gelang ein Kompromiss , der die heutige Einteilung der Kraftwerkparzelle in Familiengärten, Tennisplätzen und dem «Hecken-, Wiesen- Trocken-, Feucht-Biotop»,  dem sogenannte Sternenfeldbiotop zur Folge hatte. Da solcher Lebens- und Erholungsraum immens wichtig sind für die Wohnbevölkerung, wurden damals ganz bewusst in die Gestaltungspläne dieses Naturgartens einbezogen.

Zur Entstehung der Hecken mit Sträuchern und Bäumen seit 1983

Sternenfeldbiotop 1983 (© Fritz Raschdorf)

Nachdem der Teich mit den Umgebungsarbeiten erledigt war, hat man angefangen verschiedene einheimische Sträucher, Bäume zu pflanzen. Dazu brauchte es wieder die fleissigen Hände vieler Freiwilligen und die Zusammenarbeit mit dem Quartierverein Birsfelden (Gründung, dank der “Aktion 1550″ für die Natur und den es ohne das damalige Engagement für das Biotop nicht geben würde!) und dem Natur- und Vogelschutzverein Birsfelden (NVVB). Das Hauptaugenmerk auf einheimische Wildsträucher und Bäume ist entscheidend über den Tierreichtum, denn man für die Zukunft der Hecke erwarten möchte. Da nur einheimische Wildsträucher den Tieren ausreichend Nahrung bieten, hat man auf exotische Sträucher verzichtet!

Diese Heckensträucher wurden 1983 angepflanzt:

  • Pfaffenhütchen (Evonymus europaeus)
  • Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Schwarzdorn (Prunus spinosa)
  • Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)
  • Liguster (Ligustrum vulgare)
  • Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
  • Aschgraue Weide (Salix cinerea)
  • Föhre (Pinus sylvestris)
  • Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)
  • Brombeere (Rubus spec)
  • Gemeiner Kreuzdorn (Rhamnus catherticus),
  • Faulbaum (Frangula alnus)
  • Hagebuche (Carpinus betulus)

Heutige Bedeutung

Eine Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Distelfink, ja sogar ein Zaunkönig schmettern ihre Liedchen aus dem Gebüsch. Ein Ringeltaubenpärchen gurrt auf einem Baum. Ein Igel sucht sich Unterschlupf. Eine Maus huscht vorbei. Es raschelt und knackt. Viele Sträucher stehen in voller Blütenpracht. An den Früchten der einheimischen Vogelbeere tun sich über verschiedene Vogelarten gütlich. Ebenso verhält es sich bei den Insekten. Am einheimischen Schwarzdorn leben bis zu 200 Insektenarten. So Extensiv genutzte Heckensäume sind echte Paradiese für eine Vielzahl von Wildkräutern. Hier finden zudem Bodenbrüter ungestörte Nistplätze. Käfer benutzen sie zum Überwintern. Bienen und Schmetterlinge profitieren vom reichen Blütenangebot, und Heuschrecken können sich darin auch dann noch ernähren, wenn die angrenzende artenreiche Blumenwiese (siehe Teil 2!) abgemäht ist.

Eichenbaum und Hecken im Sternenfeldbiotop in Birsfelden (© J.Roth)

Charakteristische Pflanzen und Zoologische Bedeutung

Kinder der 3A (Kirchmatt) arbeiten im Biotop (© J.Roth)

Die Pflege der Hecke ist nicht nur notwendig, sie ist auch eine besondere Chance, der Artenvielfalt neue Impulse zu geben. Die fachgerechte Pflege einer Hecke trägt den unterschiedlichen Wachstumsgeschwindigkeiten der Sträucher Rechnung, versucht den Strukturreichtum zu steigern und verbessert dadurch die Lebensbedingungen der typischen Heckenbewohner. Die Sträucher und Bäume sind daher vom Natur- und Vogelschutzverein Birsfelden (NVVB) immer mal wieder zurückgeschnitten worden, oft auch mit der Mithilfe von Schulklassen der Gemeinde Birsfelden. Denen so die Naturvielfalt im unmittelbaren Siedlungsraum näher gebracht werden konnten. (Näheres hier: Birsfelder Schulklasse pflegte das Biotop!)

Nachfolgende Sträucher und Bäume konnten nun bestimmt werden:

  • Aschgraue Weide * (Salix cinerea)
  • Birken (Betula)
  • Brombeere * (Rubus spec)
  • Eingriffeliger Weissdorn * (Crataegus monogyna)
  • Europäische Lärche (Larix decidua)
  • Faulbaum (Frangula alnus)
  • Föhre * (Pinus sylvestris)
  • Gemeiner Kreuzdorn * (Rhamnus catherticus)
  • Goldregen (Laburnum anagyroides)
  • Hagebuche * (Carpinus betulus)
  • Hartriegel * (Cornus sanguinea)
  • Haseln (Corylus)
  • Hohe Heckenrose !!!(Rosa agrestis)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Liguster * (Ligustrum vulgare)
  • Pfaffenhütchen * (Evonymus europaeus)
  • Sal-Weide (Salix caprea)
  • Sanddorn * (Hippophae rhamnoides)
  • Schwarzdorn, auch Schlehdorn * (Prunus spinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Rote Heckenkirsche * (Lonicera xylosteum)
  • Vogel-Kirsche (Prunus avium)
  • Wolliger Schneeball * (Viburnum lantana)
  • Traubeneiche (Quercus petraea)
  • Zweigriffelige Weissdorn (Crataegus laevigata)

Diverse Wildrosenarten, als Abgrenzung zu den Familiengärten.

* Diese Arten gehen auf die Einpflanzungen durch den Natur- und Vogelschutzverein Birsfelden zurück.

!!! Geschützte Pflanzen, laut der Verordnung des Kantons Baselland, über den Schutz der einheimischen Pflanzen- und Tierarten (Artenschutzverordnung).

Goldregen in der Blumenwiese (© J.Roth)

Typische Tierarten, die man hier antreffen kann:

  • Distelfink (Carduelis carduelis)
  • Dorngrasmücke (Sylvia communis)
  • Fitis (Phylloscopus trochilus)
  • Gartengrasmücke (Sylvia borin)
  • Gemeine Sichelschrecke (Phaneroptera falcata)
  • Haselmaus (Muscardinus avellanarius)
  • Heckenbraunelle (Prunella modularis)
  • Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)
  • Zauneidechse (Lacerta agilis)
  • Zilpzalp (Phylloscopus collybita)

und einiges mehr…

Je älter eine Hecke ist, desto wertvoller ist sie für die Tier- und Pflanzenwelt!

Heckenbraunelle

Beobachtungstipps:

  • Den Vögeln im Herbst beim Beeren fressen zuschauen: Am schnellsten weg sind oft die Beeren des Schwarzen Holunders.
  • In welchem Strauch machen die Vögel am liebsten ein Nest? – Oft ist es ein Dornenstrauch.
  • Am meisten Natur beherbergen die  Dornensträucher (Schwarz- und Weissdorn, Heckenrose, Kreuzdorn).

Zukunft und Schutzbestrebungen

Hecken im Birsfelder Naturschutzgebiet (© J.Roth)

Das Ziel war es, eine artenreiche Hecke mit einheimischen Sträuchern und Bäumen entstehen zu lassen. Je älter eine Hecke ist, desto wertvoller ist sie für die Tier- und Pflanzenwelt. Auch im Siedlungsraum sind Hecken von Bedeutung, da sie als Rückzugsmöglichkeit für Nützlinge dienen. Nun, auf dem besten Wege dahin sind sie gefährdet und soll nach dem Willen des Kraftwerks Birsfelden wieder verschwinden, weil angeblich ein landschaftsarchitektonischer Park entstehen soll. Wer soll das verstehen? Aus heutiger Sicht ein beschämendes Vorhaben. Dabei sind Hecken wichtige Zufluchtsorte für Vögel, die aus dem benachbarten und dichtbesiedelten Gebiet immer mehr verdrängt werden. Die Erhaltung und Neuschaffung ist deshalb nötiger denn je!

Gerade in einer Zeit, inder Naturgärten mit einheimischen Bäumen und Sträuchern, usw. im Trend liegen, sollten Kantonsunternehmen, welche “nur” Dank der Natur – Ökostromgewinne erziehlen- , diese schützen!

In neuerer Zeit verkauft die Kraftwerks AG ihren Ökostrom als «Regiostrom» mit einem Aufpreis von 2 Rappen/kWh an den Energieversorger EBM (Baz. vom 28.4.2010). Es ist daher mehr als angebracht, einen Teil des Gewinns an die Natur zurückzugeben, sowie bei jedem zertifizierten Unternehmen des «Naturmade»-Lable vorgesehen. Der artenreiche Lebensraum „Biotop am Stausee“ ist zu erhalten und nicht zu beseitigen!

Gerade in einer Zeit, in der Naturgärten im Trend liegen, sollten Kantonsunternehmen, diesen nicht verschlafen!

Farbenfrohe Naturvielfalt anstatt Einheitsgrün!

Birken im Sternenfeldbiotop in Birsfelden (© J.Roth)

Ökologische Funktionen und Pflege

  • Hecken sind Brutraum für Vögel. Im Sternenfeldbiotop brüteten folgende Vogelarten: Haussperling, Heckenbraunelle, Gartengrasmücke, Mönchsgrasmücke, Amsel u.a.
  • Hecken sind Rastplatz für durchziehende Vögel. So konnten im Sternenfeldbiotop zu gewissen Zeiten Distelfink, Mönchsgrasmücke, Fitis und Zilpzalp beobachtet werden.
  • Hecken sind nicht nur für Vögel ein wichtiger Brutplatz, auch Frösche, Molche nutzen die feuchten Stellen unter den Sträuchern.
  • Hecken bieten Schutz vor Feinden.
  • Hecken sind Nahrungsraum. Sie bieten Nüsse und Beeren für Säugetiere und Vögel, oder Holz und Blätter für Insekten.
  • Um ein möglichst reichhaltiges Nahrungsangebot zu gewährleisten, sollten die Hecken ausschliesslich einheimische, standortgerechte Wildsträucher verwendet werden.
  • So sind z.B. Kreuzdorn und Faulbaum Futterpflanzen für die Raupen des Zitronenfalters. Im Winter sind als Nahrungsgäste oft Distelfinken zu beobachten.
  • Ein Auslichtungs- oder Rückschnitt alle 1-3 Jahre kann nötig sein, um die Hecke nicht zu hoch werden zu lassen. Wichtig ist, dass die Wildsträucher nicht alle auf der gleichen Höhe abgeschnitten werden, sondern dass schnell wachsende Sträucher stärker und langsam wachsende weniger stark zurückgeschnitten werden! Zudem soll die Hecke im Herbst oder im frühen Frühling – vor der aktiven Zeit der Vögel und Amphibien – und in Etappen zurückgeschnitten werden.

    Kirschbaum im Sternenfeldbiotop in Birsfelden (© J.Roth)

Zusatzinfo:

Brennesseln – Lebensgrundlage von Schmetterlingen

Kleiner Fuchs (© Thomas Blum)

Der vielfältige Krautsaum zu den Hecken im Sternenfeldbiotop, bildet einen ungestörten Rück­zugsort zwischen Gehölzen und artenreichen Blumenwiese. An machen Stellen ist die Brennessel reich vertreten. Sie schützt mit ihren

schmerz­haften Brennhaaren nicht nur sich selber, sondern auch Lebewesen, die darin zu leben wissen. Zum Beispiel legen vier Schmetterlingsarten ihre Eier auf der Brennessel ab: Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Admiral und Landkärtchen. Sie sind zur Vermehrung auf Standorte wie diesen ange­wiesen! Deshalb sollte bei der Pflege darauf geachten werden mit dem Schnitt abzuwarten bis sich die Schmetterlingsraupen entwickelt haben und als farbenprächtige Schmetterlinge ausgeflo­gen sind!

Hundsrose im Sternenfeldbiotop in Birsfelden (© J.Roth)

PDF-DokumentHecken sind ökologische und ökonomisch interessant

PDF-Dokument Gemeinde Birsfelden nennt Biotop reizvoll!

Sternenfeldbiotop – Jede Spende hilft!

Jede Spende ermöglicht es dem Komitee: Nein zur Zerstörung des Biotops, noch mehr für die Natur im Siedlungsraum zu tun.

Spendenkonto: Koto-Nr. 40-44-0

IBAN CH45 0076 9016 5100 6463 8

Basellandschaftliche Kantonalbank

4144 Liestal

Zugunsten: «Grüne – Biotop Birsfelden»

Postfach 330

4127 Birsfelden

(Spenden bitte immer mit dem Vermerk «Grüne – Biotop Birsfelden» versehen.)

Vielen Dank!

Sind Sie Medienschaffende/r, dann melden Sie sich bitte bei unserem Medienverantwortlichen!

Komitee NEIN zur Zerstörung des Biotops
Postfach 330
4127 Birsfelden
E-mail: facebook@biotop-birsfelden.ch

Weiden und Hecken im Sternenfeldbiotop Birsfelden (© J.Roth)

Eine Zusammenarbeit von F. Schreier (Homepagesupport), J. Roth (Homepagebetreuung, Text u. Bildmaterial), F. Raschdorf (Mitbegründer; Textmithilfe u. Artenliste der Anfängen), fachlicher Unterstützung von Örni Akeret (Dr. Biologie Uni Basel; Präsident des NVVB), Die Makrobilder stammen von Th. Blum u. Diversen. Vogelbeobachtungen seit den Anfängen von Dr. med. Georges Preiswerk, (Mitglied der Schweizerischen Avifaunistische Kommission (SAK) von 1999 bis 2009. Mitglied der ornithologischen Gesellschaft Basel (OGB), berichtet über das Reservat in den Langen Erlen). Stand Juni 2010.

27 Jahre Vogelbeobachtungen im Sternenfeldbiotop Birsfelden

Bedeutend für zahlreiche Durchzügler. (Viele Büsche, Sträucher mit Beeren, Teich mit Schilf, artenreiche Blumenwiese und Kleinstrukturen mit Insekten).

Sternenfeldbiotop Birsfelden - Die Übersicht ©GoogleEarth

Beispiele für regelmässig zu beobachtende Vogelarten. Speziell hervorgehoben (unterstrichen) sind Vögel, die nicht unbedingt alltägliche Arten sind und für die das Biotop deshalb eine besondere Bedeutung hat:

  • Graureiher (Ardea cinerea)
  • Ringeltaube (Columba palumbus)
  • Teichralle, häufiger genannt Teichhuhn (Gallinula chloropus)
  • Grünspecht (Picus viridis)
  • Buntspecht (Dendrocopos maj)
  • Distelfink (Carduelis carduelis)
  • Fitis (Phylloscopus trochilus)
  • Zilpzalp (Phylloscopus collybita)
  • Weissstorch (Ciconia ciconia)
  • Eisvogel (Alcedo atthis)
  • Zaunkönig (Troglodytes troglodytes)
  • Bachstelze (Motacilla alba)
  • Sperber (Accipiter nisus)
  • Wanderfalke (Falco peregrinus)
  • Baumfalke (Falco subbuteo)
  • Turmfalke (Falco tinnunculus)
  • Mauersegler (Apus apus)
  • Alpensegler (Tachymarptis melba)
  • Wendehals (Jynx torquilla)
  • Baumpieper (Anthus trivialis)
  • Wiesenpieper (Anthus pratensis)
  • Schafstelze (Motacilla flava)
  • Bergstelze (Motacilla cinerea)
  • Heckenbraunelle (Prunella modularis)
  • Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)
  • Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)
  • Rotkehlchen (Erithacus rubecula)
  • Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
  • Wacholderdrossel (Turdus pilaris)
  • Rotdrossel (Turdus iliacus)
  • Singdrossel (Turdus philomelos)
  • Misteldrossel (Turdus viscivorus)
  • Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus)
  • Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris)
  • Feldschwirl (Locustella naevia)
  • Gartengrasmücke (Sylvia borin)
  • Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)
  • Dorngrasmücke (Sylvia communis)
  • Klappergrasmücke (Sylvia curruca)
  • Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca)
  • Grauschnäpper (Muscicapa striata)
  • Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus)
  • Wintergoldhähnchen (Regulus regulus)
  • Sumpfmeise (Poecile palustris)
  • Schwanzmeise (Aegithalos caudatus)
  • Beutelmeise (Remiz pendulinus)
  • Rohrammer (Emberiza schoeniclus)
  • Bergfink (Fringilla montifringilla)
  • Erlenzeisig (Carduelis spinus)
  • Hänfling (Carduelis cannabina)
  • Girlitz (Serinus serinus)
  • Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)
  • Kernbeisser (Coccothraustes coccothraustes)
  • Feldsperling (Passer montanus)
  • Eichelhäher (Garrulus glandarius)
  • Dohle (Corvus monedula)
  • Saatkrähe (Corvus frugilegus)

Unregelmässige Besucher (nicht alljährlich):

  • Kuckuck (Cuculus canorus)
  • Wiedehopf (Upupa epops)
  • Grauspecht (Picus canus)
  • Mittelspecht (Dendrocopos medius)
  • Kleinspecht (Dendrocopos minor)
  • Bergpieper (Anthus spinoletta)
  • Neuntöter (Lanius collurio)
  • Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)
  • Braunkehlchen (Saxicola rubetra)
  • Orpheusspötter (Hippolais polyglotta)
  • Gelbspötter (Hippolais icterina)
  • Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix)
  • Berglaubsänger (Phylloscopus bonelli)
  • Goldammer (Emberiza citrinella)
  • Zaunammer (Emberiza cirlus)
  • Birkenzeisig (Acanthis flammea)
  • Kreuzschnäbel (Loxia)
  • Pirol (Oriolus oriolus)

Ausnahmsweise beobachtet:

  • Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana)
  • Waldschnepfe (Scolopax rusticola)
  • Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola)
  • Rohrschwirl (Locustella luscinioides)
  • Dunkel Laubsänger (Phylloscopus fuscatus)
  • Zaunammer (Emberiza cirlus)

Höhepunkte der letzten 27 Jahre:

Dunkellaubsänger (Phylloscopus fuscatus) © Felix Jachmann

Der absolute Höhepunkt war der viertägige Besuch eines Dunklen Laubsängers im Oktober 1992. Es ist dies die erste und bis jetzt einzige Beobachtung dieser ostasiatischen Art in der Schweiz! Aus der ganzen Schweiz kamen Ornithologen zum kleinen Biotop bei Birsfelden, um diesen seltenen Irrgast zu bewundern!

Brutvögel:

Am Teich Stockente und Teichhuhn (Brütet seit 5 Jahren hier!). Sonst Mönchsgrasmücke, Zilpzalp etc..

Im Folgenden drei herausragende Brutereignisse des Biotops, die aus dem Brutvogelinventar der beiden Basler Kantone der 1990er Jahre zu entnehmen sind:

  • Rohrammer (Emberiza schoeniclus): erste erfolgreiche Brut beider Basel 1994!
  • Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus): wahrscheinlicher Brutvogel.
  • Klappergrasmücke (Sylvia curruca): wahrscheinlicher Brutvogel.

Im Brutvogelinventar wird der Teichrohrsänger nur 8 Mal als erwähnt, bei der Klappergrasmücke sind es insgesamt sogar nur 3 Nennungen als sicherer Brutvogel! wahrscheinlicher oder sicherer Brutvogel in den Kantonen BS und BL.

Teichrohrsaenger (Acrocephalus scirpaceus) © Jan Ole Kriegs

Viele Arten nur vorbeifliegend aber häufig vom Biotop angelockt, ohne dass sie sich niedergelassen haben:

Verschiedene Greifvögel, Enten, Möwenarten und Limikolen (Flussuferläufer, Waldwasserläufer, Bekassine, Grosser Brachvogel, Regenbrachvogel, … etc.), Schwalben, Lerchen etc.

27 Jahre Vogelbeobachtungen im Sternenfeldbiotop Birsfelden = 27 Jahre Biodiversität Birsfelden

PDF-Dokument 27 Jahre Vogelbeobachtungen Sternenfeldbiotop – Eine Aufzählung!

PDF-Dokument Seltene Vogelarten und ungewöhnliche Vogelbeobachtungen in der Schweiz im Jahre 1992

Aktuelle Vogelbeobachtungen im Sternenfeldbiotop im Mai 2010:

01. Mai:

  • Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
  • Grauschnäpper (Muscicapa striata)

15. Mai:

  • Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus)

Eine Zusammenstellung von: Dr. med. Georges Preiswerk, Mitglied der Schweizerischen Avifaunistischen Kommission (SAK) von 1999 bis 2009. Mitglied der onithologischen Gesellschaft Basel (OGB), berichtet über das Reservat in den Langen Erlen. (Stand Mai 2010)

«Sternenfeldbiotop» – Impressionen im Frühling 2010

Gerade im Frühling ist vieles los im artenreichen Sternenfeldbiotop in Birsfelden, hier ein paar Beispiele:





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