Monthly Archive for Oktober, 2009

“Biotop ist Reizvoll” sagt die Gemeinde

Obwohl der Gemeinderat die Zonenreglementsänderung befürwortet, sieht er das Biotop als reizvoll und nennt die Leute vom Natur- und Vogelschutzverein Birsfelden engagierte BürgerInnen.

[…] an der Schleuse, wo engagierte Bürgerinnen und Bürger ein reizvolles Biotop geschaffen haben. […] – Quelle: birsfelden.ch

Dieser Beurteilung ist wohl nichts mehr hinzuzufügen – ausser vielleicht das: Wieso setzt man sich dann für die Zerstörung des Biotops ein?

Erholungsraum behalten!

Leserbrief von Florian Schreier, Birsfelder Anzeiger, 23. Oktober 09

Zuerst muss ich etwas wichtiges feststellen: Gegen den Um- und Ausbau des Verwaltungsgebäudes an der Schleuse habe ich nichts. Bis jetzt gibt es einfach keine Garantien von der Kraftwerk Birsfelden AG und wenn wir jetzt ohne konkrete Garantien einfach der KWB zu vertrauen, wachen wir in ein paar Jahren auf und vom grünen Fleck an der Schleuse ist nichts mehr übrig. Es stimmt auch nicht, dass wir BirsfelderInnen der KWB unerlaubt dreinreden wollen. Wir sind das Volk und dürfen im Rahmen der Demokratie über Zonenreglemente entscheiden und auch ohne schlechtes Gewissen am 29. November NEIN stimmen. Das ist ja sogar eine urfreisinnige Idee.

Florian Schreier

Aktionen auf Facebook

Alle unsere Aktionen und Anlässe sind auf Facebook zu sehen. So auch der Arbeitseinsatz vom 14. November. Dies ist übrigens die perfekte Gelegenheit, um das Biotop einmal richtig kennenzulernen. Treffpunkt: Sa, 14. Nov. 8 Uhr Brunnen im Biotop.

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Wir wollen eben keinen Volkspark!

An der Gemeindeversammlung vom Montag, 26. Oktober 09, wurde ziemlich erstaunliches berichtet. Claudio Botti, Gemeindepräsident von Birsfelden, gab bekannt, dass bei einem Ja die Verträge mit den Vereinen bis 2020 verlängert werden. Ausserdem soll die Gemeinde Birsfelden ein “Mitspracherecht” bei der Gestaltung des Volksparks bekommen.

NVVB-Arbeitseinsatz im Biotop

NVVB-Arbeitseinsatz im Biotop (© J. Roth)

Doch worum geht es eigentlich? Die zehnjährigen Verträge mit den Vereinen auf dem Inseli, den Familiengärten und dem Tennisclub liegen ja am unteren Ende der geforderten Laufzeiten. Bei sinnvollen Laufzeiten, wie den von uns vorgeschlagenen 20 Jahren, lohnt sich das Investieren der Vereine. Gewisse Anlagen müssen ja für viel Geld ersetzt und renoviert werden. Wenn aber nur zehn Jahre gesichert wären, investierten die Vereine wohl kaum in grossem Ausmass.

Es gibt bei der ganzen Sache einen gewaltigen Haken, denn zur Zeit gibt es nur die Zusage des VR-Präsidenten der Kraftwerk Birsfelden AG, Jörg Krähenbühl. Noch wurden keine Verträge unterschrieben! Dieses Versprechen steht doch auf wackligen Beinen und die Gefahr, dass nach dem 29. November doch wieder alles anders aussieht, ist gross!

Aber auch wenn die Vereine ihre Pachtverträge mit den mickrigen zehn Jahren Laufzeit bekommen, steht der Elefant doch immer noch im Raum: Die Gemeinde hat zwar ein Mitspracherecht, aber der Volkspark kommt trotzdem. Dabei zeigen die Aussagen von Alfred Niffeler und Jürg Wiedemann eines überklar: Das Biotop ist wertvoll und aus Birsfelden nicht mehr wegzudenken. Es beherbergt hunderte teils bedrohte Arten und ist ein wichtiger Erholungsraum.

Wenn wir also keine sterile Rasenfläche, sondern weiterhin einen grünen Erholungsraum bei der Schleuse wollen, müssen wir am 29. November NEIN zur Mutation Zonenreglement stimmen.

Mitdiskutieren und mehr erfahren!

Hier auf biotop-birsfelden.ch kann man auch mitdiskutieren und seine Meinung in die Kommentare schreiben. Oder gleich unserer Facebook-Gruppe beitreten und dort die Debatte führen.

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