INTERVIEW-SERIE 4/6: 35 JAHRE „BIOTOP AM STAUSEE“

Fritz Liechti - August 2018 (© NVVB)

Fritz Liechti – August 2018 (© NVVB)


35-jähriges Bestehen des „Biotop Am Stausee“ – Mitglieder erzählen wie alles begann Und mehr…

Interview mit Fritz Liechti
(NVVB-Präsident von 2005 bis 2009)

Stell dich bitte in 2 Sätzen kurz vor
Bin nun Rentner und sehr Naturverbunden. Ohne Feldstecher und Kamera* läuft bei mir im Freien nichts.

Wie ist deine Liebe zur Natur entstanden?
Durch meinen Vater, der mich schon als kleinen Bub mit in den Wald und die Natur als solches mitnahm und mir so sehr vieles Beibringen konnte.

Was hat dich dazu bewogen sich für die Anliegen der Natur im Natur- und Vogelschutzverein Birsfelden zu engagieren?
Durch Zufall erfuhr ich von einer Exkursion durch den NVVB ins Lötschental. Da war mein Interesse sofort da. Ich wollte aber nicht einfach profitieren und legte meiner Anmeldung zur Teilnahme, sogleich eine solche als Mitglied für mich und meine Frau bei.

Zeitungsartikel Eichenpfanzung

BZ-Zeitungsartikel Eichenpfanzung – November 2007

Du warst jahrelang Vorstandsmitglied und von 2005 bis 2009 NVVB-Präsident, was war(en) dein(e) grössten Erfolg(e)?
Das Pflanzen von 800 jungen Eichen am 17. Nov. 2007, finanziert vom NVVB. 20 Leute vom NVVB pflanzten gemeinsam zusammen mit den Forstmitarbeitern der Bürgergemeinde Basel diese Eichen. 2008 gab es nochmals eine Zusammenarbeit mit der Unterstützung einer Birsfelder Schulklasse, da pflanzten wir 150 einheimischen Sträuchern am Burenweg ein, finanziert durch die Bürgergemeinde Basel.

Auch als Mitglied der Biotopkommission warst du tätig, da habt ihr euch intensiv um die Pflege des „Biotop Am Stausee“ gekümmert, was stand da alles in eurem Aufgabebereich (Pflegemassnahmen etc.)?
Leider war zu meiner Zeit als Präsident kein guter Moment. Die Pflege des Vorhafens musste abgegeben werden und im „Biotop Am Stausee“ durften wir nur das Nötigste vornehmen. Die Erklärung folgt bei bei der nächsten Frage.

Teich zugewachsen - Biotop Am Stausee, April 2011 (© Andreas Müller)

Teich am verlanden – Biotop Am Stausee, April 2011 (© Andreas Müller)

An welches Natur-Erlebnis im Zusammenhang mit dem „Biotop Am Stausee“ kannst du dich besonders erinnern?
Die grosse Erleichterung, nach der Ablehnung des Hochhauses (GVS-Abstimmung 2001/2003), welches an der Stelle des Teiches gebaut worden wäre und somit das regional beteutenden Naturschutzgebiet mit den verschiedenen Biotop-Typen zerschnitten und somit diese Lebensräume zerstört worden wären. Dank den Einsatz der Birsfelder Stimmbevölkerung für das Weiterbestehen dieses regionalen Naturschutzgebiets, gibt es das wertvolle Gebiet bis heute.

Steinadler (© Bernhard Müller)

Steinadler (© Bernhard Müller)

Wenn du ein Vogel wärst, welcher wäre es und warum?
Der Steinadler, wie er sich in die Lüfte schwingen und sich dann tragen lassen kann hat mich immer fasziniert.

 


Wenn du ein Säugetier wärst, welches wäre es und warum?
Das Murmeltier, da könnte ich während der kalten Jahreszeit schlafen ;-)

Hast du eine Lieblingspflanze?
Alpenglöckchen (Soldanélla alpina), bringt für mich den Frühling in die Berge zurück.

Das „Biotop Am Stausee“ gibt’s es nun schon 35 Jahre, bist du zufrieden was daraus geworden ist?
Ja, nachdem nun vieles wieder Freude macht.

Zum Schluss möchte ich gerne wissen, was wünscht du dir für die Zukunft des „Biotop Am Stausee“ und für die Naturvielfalt der Gemeinde Birsfelden?
Dass noch viel mehr Menschen begreifen wie wichtig die Natur im unmittelbaren Siedlungsraum für Bedeutung hat und auch wenn das „Biotop Am Stausee“ nur klein ist, ohne dieses Kleinod wäre Birsfelden was die Natur anbelangt um vieles Ärmer.

Weisssterniges Blaukehlchen - Biotop Am Stausee, April 2013 (© Fritz Liechti)

Weisssterniges Blaukehlchen – Biotop Am Stausee, April 2013 (© Fritz Liechti)


Interview geführt durch Vorstandsmitglied: Judith Roth, im August 2018 / *Fritz hat schon viele tolle Naturaufnahmen von Vögeln, Schmetterlinge, Libelle u. Co. gemacht und stellt sie uns immer mal wieder zur Verfügung – Danke!


Serie 1-6
1: Fritz Raschdorf
2: Guido Müller
3: Heiner Lenzin
4: Fritz Liechti
5: Fredi Niffeler, Toni Lenz und Kurt Krüger
6: Örni Akeret

 

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