Schildkröte im Teich ausgesetzt!

Trotz unübersehbarer Hinweistafel dies zu unterlassen, wurde eine Schildkröte im Teich des Naturschutzgebiet „Biotop Am Stausee“ ausgesetzt.

Entdeckt wurde sie am 6. Mai von der aufmerksamen Gärtnerin des Werkhofs Birsfelden und unserer Kassiererin, die beide unabhängig von einander unmittelbar Meldung machten. Noch am selben Abend konnten wir nach etwas längerem Suchen die Schildkröte im Wasser schwimmen sehen und fotografieren, um festzustellen, um welche Art es sich hier handelt.

Es war ein Gelbwangen-Schmuckschildkröten-Weibchen, ursprünglich aus Nordamerika stammend, bei uns als Haustier gehalten.

(Einfach auf die Fotos klicken und schon kann man sie sich in voller Grösse und Qualität  anschauen – Das Copyright bleibt beim Fotografen oder beim NVVB. Angaben siehe auf dem Foto!)

Diese Schildkrötenart gehört nicht in den Teich! Diese Haustiere können das sensible Gleichgewicht im „Ökosystem Teich“ stören und sind deshalb bedrohlich für unsere einheimische Tier- und Pflanzenwelt. Sie ernähren sich von Wasserpflanzen, Laich, Larven und verschiedenen für den Naturhaushalt wichtigen Kleintieren. Zusätzlich können exotische Haustiere Krankheiten übetragen. Ausgesetzte Schildkröten beschleunigen somit das Aussterben einheimischer, geschützer Amphibien oder seltener Libellenarten.

Das Aussetzen von Tieren ist verboten und strafbar!

Ausserdem sind amerikanische Schmuckschildkröten an unser Klima nicht angepasst. Sie freuen sich nicht über die vermeintliche Freiheit sondern leiden und sterben oft qualvoll. Es wurden schon mehrfach leere Panzer und verendete Schildkröten beim Teich gefunden. 

„Schildkröten gehören hier nicht hin“. Die Tiere könnten das sensible Gleichgewicht im „Ökosystem See“ stören, so Nickel-Hiedels, denn mit ihrem Wachstum steige auch der Futterbedarf – auf dem Speiseplan großer Schildkröten stünden Insekten, Fische, Fischlaich und sogar Entenküken.Wenn die Schildkröte zur Last wird, kommt sie in einen Teich in Essen | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/essen/wenn-die-schildkroete-zur-last-wird-kommt-sie-in-einen-teich-in-essen-id6959407.html#plx960556319

Die entdeckte Schildkröte konnte inzwischen eingefangen und dem Tierheim beider Basel übergeben werden.

Das  „Biotop Am Stausee“ wird durch den NVVB regelmässig kontrolliert und ausgesetzte Tiere werden entfernt. Der ökologische Schaden ist trotzdem bereits angerichtet.

Wer nicht mehr in der Lage ist, für sein Tier zu sorgen, möge sich doch bitte hier melden:

Tierschutz beider Basel und Tierheim im Walzwerk
Tramstrasse 66, Gebäude D 29
4142 Münchenstein

Tel. 0900 78 78 20
Mail info@tbb.ch
Homepage: www.tbb.ch

Dort hat es sehr freundliche Leute, die Ihnen weiterhelfen und Ihr Haustier entgegennehmen!
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SPENDEN ZUGUNSTEN DER NATUR!
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der ehrenamtlich arbeitet. Tiereinfang-Aktionen gehören nicht zu unserem Aufgabebereich, diese sind mühsam und verursachen hohe Kosten, darum sind Spenden* jederzeit willkommen!

Natur- und Vogelschutzverein Birsfelden

CH-4127 Birsfelden

PC 40-28316-7

IBAN: CH75 0900 0000 4002 8316 7

Herzlichen Dank an alle Spender!

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* Spenden zu Gunsten des Natur- und Vogelschutzverein  Birsfelden können bei der Steuer abgezogen werden!

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