Dieser Teich muss jetzt endlich fischfrei bleiben!

Eigentlich wollten wir zu unserem Pflegeeinsatz vom Samstag, 26. Oktober 2013 nur ein Teil des Teiches abpumpen lassen, um dann die Fische vom kantonalen Fischereiaufseher Herrn Zopfi und sein Team elektronisch abfischen zu lassen.

Doch das Ausmass der ausgesetzten (entsorgten) Fische nahm eine erschreckende
Dimension an – Über 400 Fische wurden abgefischt! – Darunter waren folgende Arten: Goldfische, Koi-Karpfen, Sommerbarsch, Rotfeder, Rotauge, Weisskarpfen und
1 Aal. Neben den vielen Fischen wurde ein leerer Panzer einer Rotwangenschildkröte gefunden und allerlei Müll…

Kurioser Müll im Teich (© J.Roth)… Nagelbrett, Wasserpfeiffe, Bierflaschen, X-Bierkronenkorken, Batterien etc.  – Muss das sein? Man darf sich schon fragen, was das für Menschen sind, die sowas machen? Zerstören ihre eigene Umwelt, nur weil sie zu faul sind ihren Müll
fachgerecht zu entsorgen.

Auch der über die Jahre angesammelte Faulschlamm (abgestorbenes Pflanzenmaterial und Organismen) war viel mehr als angenommen. Deshalb haben wir uns kurzerhand entschlossen, den Teich total zu entleeren, zu reinigen und fast 2 Wochen
trockenzulegen.

Im Hinblick, dass in den letzten Jahren immer weniger Frösche, Kaulquappen,
Libellen, Libellenlarven beobachtet werden konnten und es immer und immer mehr
verbotenerweise ausgesetzte Fische im Teich gegeben hat, war das auch aus
naturschützerischer Sicht dringend nötig!

Nun hat der Teich wieder seinen gewohnten Wasserstand. Ein Stockentenpärchen hat das auch schon bemerkt.

Allen denjenigen fleissigen HelferInnen, die dazu beigetragen haben, dass der Teich nun wieder fast wie neu daherkommt, ein herzliches Dankeschön!

Fischfreier Teich  (© NVVB)
Dieser Teich ist für Amphibien angelegt worden. Darum ist das Aussetzen (Entsorgen) von Fischen und Schildkröten hier verboten!


Bemerkung und Hinweis dazu:

  • Im Teich ausgesetzte Fische fressen den Laich und die Larven von Amphibien.
  • Auch Libellenlarven und Larven anderer Insekten werden von Fischen gefressen. Das lokale Aussterben heimischer, bedrohter Arten wird so massiv beschleunigt.
  • Ausgesetzte Tiere schleppen Krankheiten ein, die den Amphibien zusätzlich stark schaden. Ganze Populationen können so hinweg sterben.
  • Fische sind in diesem Teich ausserdem unerwünscht, da sie viele andere Arten verdrängen! Verschiedene Tiere (z.B. Wasserflöhe), die das Wasser durch ständiges Filtern säubern, werden von den Fischen in grosser Zahl gefressen. Dadurch wird anderen heimischen Arten die Nahrungsgrundlage entzogen und
    die Wasserqualität dieses Teiches sehr beeinträchtigt.
  • Geben Sie lieber Ihre Goldfische, Koi‐Karpfen, Schmuckschildkröten etc. an einer Verkaufsstelle zurück, wenn Sie sie nicht mehr wollen.
  • Wegen ausgesetzter Fische muss der Teich regelmässig trockengelegt werden. Dies verursacht hohe Kosten und Fische werden dabei getötet.

Deshalb muss dieser Teich fischrei bleiben!

Helfen Sie bitte mit das «Biotop Am Stausee» artenreich zu halten, unsere Amphibien, Libellen und weitere Arten danken Ihnen dafür!

Diese wichtige Naturschutzmassnahme zur Förderung unserer
Artenvielfalt hat unser Kostendach  etwas überstrapaziert,  deshalb sind Spenden jederzeit willkommen – Klicken Sie dazu hier auf das Bild:
SPENDEN HILF!

Herzlichen Dank an alle Spender.

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Bildergalerie der Teichräumung Oktober/November 2013:
(Einfach auf die Fotos klicken und schon kann man sie sich in voller Grösse und Qualität  anschauen – Das Copyright bleibt beim Fotografen siehe Angaben auf dem Foto!)

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Wir heissen neue Arbeitskräfte jederzeit herzlich willkommen. Ein Mitmachen an
einem Arbeitseinsatz bedeutet nicht, dass man sich verpflichtet, dem Verein
beizutreten, oder regelmässig zu arbeiten. Auch einmalige Arbeitseinsätze sind ein wertvoller Beitrag zum Erhalt dieser Naturoase.

Bei den Arbeitseinsätzen lernt man viel über die Natur und Naturschutz und entdeckt immer wieder neue Tier- und Pflanzenarten.

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2 Kommentare

  1. Ich bin sehr erstaunt was sich da gewisse Bevölkerungsschichten mit billig -und
    böswilliger Entsorgungsgegenstände in einer Naturoase erlauben.
    Heute hat mich ein Langjähriger Bewohner und Besucher des Biotops gebeten,Ihm einen Einzahlungsschein vom NVVB zu geben.Da er in seinem Alter keinen Frondienst mehr leisten könne,möchte er dem Verein etwas spenden.Somit ist die Spendenaktion gestartet .
    Ein Bravo diesem Naturverbundenen Sternenfeldner.

  2. Es ist leider gang und gäbe, dass Fische in Naturschutzweihern ausgesetzt werden. Deshalb wird heute empfohlen, Weiher mit einem Ablass zu bauen, so dass man sie einfach trocken legen kann und so das Problem einfaher zu lösen ist.

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