Das Weisssterniges Blaukehlchen war da!

Gestern am 1. April 2013 gab’s wieder einmal eine kleine Überraschung im „Biotop am Stausee“.

Schon zum zweiten Mal in der Geschichte der nun schon 30-jährigen Naturoase, konnte ein  Weisssterniges Blaukehlchen (Luscinia svecica cyanecula) beobachtet werden. Die Erstbeobachtung stammte aus dem 2009 fast zur selben Zeit am 31. März bis 1. April besuchte damals dieses Blaukehlchen auf dem Zug diese kleine Naturoase.

Weisssterniges Blaukehlchen im Biotop (© Fritz Liechti)

Diese Beobachtung wurde uns von Toni Lenz (Gründungsmitglied des NVVB’s) mit seiner Frau Rita gemeldet.

Kaum machte diese Neuigkeit die Runde, kamen auch schon die ersten Vogelfreunde um sich zu vergewissern, dass es sich hier nicht um einen 1. Aprilscherz handelt.

Das Weisssternige Blaukehlchen, ist ein seltener Edelstein, ein Juwel unter den Singvögeln. Es gehört zu der Famlie der Fliegenschnäpper. Sie sind Zugvögel, die die Winterszeit teils im südlichen Mittelmeerraum, vor allem aber in Afrika verbringen. Zwei der neun bekannten Unterarten treten auf dem Durchzug als seltene Gäste in der Schweiz auf: das Weisssternige Blaukehlchen (Luscinia svecica cyanecula) und das Rotsternige Blaukehlchen (Luscinia svecica svecica). „Luscinia“ ist der lateinische Name für Nachtigall und „svecica“ heisst latinisiert schwedisch; also „Schwedische Nachtigall“, was aufgrund des silberhellen, fröhlichen Gesangs eine absolut passende Umschreibung ist.

Blaukehlchen bevorzugen Feuchtgebiete mit Hecken und Schilfbewuchs. Sie sind mit 14 cm genauso gross wie das verwandte Rotkehlchen.

Bei uns in Mitteleuropa lebt fast nur das Weisssternige Blaukehlchen, dessen blaue Kehle einen weissen Farbtupfer im Zentrum aufweist. In Osteuropa und Skandinavien findet man dagegen die zweite Unterart – das Rotsternige Blaukehlchen – dessen blaues Brustgefieder durch einen rostroten Punkt in der Mitte markiert ist.

Hier noch ein kleiner Abstecher zurück in die 70-er Jahre. Da kam ein spannendes Buch auf dem Markt „Rettet die Vögel“ von den Autoren Horst Stern, Frederic Vester, Gerhard Thielcke und dem Herausgeber Rudolf L. Schreiber/Herbig Verlag.

Dort wurde das Blaukehlchen wie folgt beschrieben:

PDF-DokumentBlaukehlchen: Flussbegradigung und Entwässung verursachen sein Aussterben

Und hier noch ein paar Fotoimpressionen von gestern:

(Einfach auf die Fotos klicken und schon kann man sie sich in voller Grösse und Qualität  anschauen – Das Copyright bleibt beim Fotografen siehe Angaben auf dem Foto!)

Alle aktuellen Vogelbeobachtungen aus dem “Biotop am Stausee” findet man hier:

Aktuelle Vogelbeobachtungen 2013

Die aktuellen Vogelbeobachtungen aus unserer Region, findet man hier:

http://www.ornitho.ch

Was sonst noch so für Vögel im Frühling in der Schweiz und Weltweit zu Beobachten sind, findet man hier:

http://www.springalive.net/de-ch

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