Nein zu einem sterilen Park anstelle des Biotops

Leserbrief von Vreni und Werner Zehnder, Birsfelder Anzeiger, 13. November 09

Am 29.11.2009 stimmen wir über die Zonenmutation betreffend Parzelle 1550 ab. Die Kraftwerk Birsfelden AG möchte ihr altes Verwaltungsgebäude, welches schon mehrere Jahre leer steht, sanieren und gehobene Wohnungen erstellen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Leider wird jedoch aus unerfindlichen Gründen im selben Projekt der Fortbestand des Biotops in Frage gestellt. Es ist von einem Park die Rede, der an dessen Stelle entstehen soll. Dies ist absolut unnötig, denn das Biotop, welches zurzeit wieder in allen Herbstfarben leuchtet, ist bereits ein Park. Kein steriler, sondern einer, der mit viel Natur und Leben angereichert ist.

Im Frühling und Sommer kann man wunderschöne Seerosen, schillernde Libellen und fröhlich quakende Frösche bewundern und das ganze Jahr hindurch seltene Vogelarten beobachten. Das Biotop wird nicht nur von vielen Spaziergängern und Schulklassen, sondern auch oft von Störchen und Fischreihern besucht. Die Ausgaben für eine safte Sanierung inklusive Unterhalt wären ein Bruchteil von dem, was ein neuer Park und dessen Pflege kosten würde. Ganz zu schweigen von der regelmässigen Entsorgung des Abfalls, der leider in allen öffentlichen Anlagen in rauen Mengen herumliegt.

Wir fragen uns, wem das Biotop ein Dorn im Auge ist. Befürchtet man vielleicht, dass die in lauen Sommernächten quakenden Frösche die „guten Steuerzahler“ in den geplanten Luxuswohnungen stören werden? Da gibt es andere Lärmquellen, welche viel störender sind.

Fazit: Wem die Zukunft des Biotops am Herzen liegt und wer keine Katze im Sack kaufen will, unterstützt das Referendum und sagt mangels Klarheit Nein zur Zonenmutation. Im nächsten Jahr könnten wir dann hoffentlich über eine klarere Vorlage abstimmen, in der die noch offenen Fragen rund um den Fortbestand des Biotops (s. Interview mit Hr. Gemeinderat Nussbaum im „Birsfälderli“ vom 30.10.) geklärt sind. Etwas, das seriöserweise bereits im Vorfeld dieser Abstimmung hätte getan werden müssen.

Vreni und Werner Zehnder

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