NEUE TROCKENMAUER – ANSAAT WILDBLUMENWIESE

Neue Trockenmauer Biotop Am Stausee (© NVVB)
Das Trockenbiotop mit Trockenmauer, Kiesflächen und Sandlinsen ist fertiggestellt!

Sanierung der Trockenmauer Biotop Am Stausee (© NVVB)
Die Baumaschinen vom Trockenmauerbau haben jedoch sichtbare Spuren hinterlassen.

 

 

Neuansaat Wildblumenwiese

Auf den offenen Flächen in der Ebene wurde Anfang Mai die Blumenwiese neu angesät. Wildblumenwiesen etablieren sich langsam, im 1. Jahr meist noch im Schatten der Gräser und unerwünschten Kräutern. Um die erwünschten Arten zu fördern, werden in diesem Jahr mehrere «Säuberungsschnitte» ausgeführt. Ab dem 2. und 3. Jahr wird sich dieser Wiesenabschnitt wieder etablieren und uns mit Blütenpracht erfreuen. Man kann also hier bald wieder Schmetterlinge, Wildbienen & Co. rumschwirren hören und beim laben am Blütennektar beobachten.

Nun gehört dieser Teil wieder der Tier- und Pflanzenwelt – DARUM BITTE NICHT MEHR BETRETEN!

Blumenwiese (© naturnetz.ch)

Wir danken dem Trockenmauer-Erbauer, Fabian Meyer von der Grünspecht Gmbh mit seinem Team für diese tolle Arbeit, sowie Florian Gysin und sein Team vom Werkhof Birsfelden für die vielfältige Unterstützung.

Wir danken ganz herzlich den folgenden Personen und Institutionen für die grosszügige finanzielle Unterstützung

  • Kraftwerk Birsfelden AG

  • Carl Burger Stiftung, Münchenstein

  • Ornithologische Gesellschaft Basel

  • Hedwig Karrer Stiftung der Igelfreunde Baselland

  • Walder-Bachmann Stiftung, Basel

  • Margarethe und Rudolf Gsell-Stiftung, Basel

  • Sophie und Karl Binding Stiftung, Basel

  • Fritz und Hannelore Raschdorf, Basel

  • Kommission für Natur- und Landschaftsschutz Kanton Baselland

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NEUNTÖTER AUF BESUCH!

Seit 3 Tagen ist nun schon ein Neuntöter Männchen auf Besuch.

Hier kann man sich seine Stimme an hören

greenFingerStimme – Neuntöter

Der Neuntöter – Steckbrief

Name: Neuntöter
Weitere Namen: Rotrückenwürger
Lateinischer Name: Lanius collurio
Klasse: Vögel
Grösse: 14 – 18cm
Gewicht: 30 – 35g
Alter: 3 – 6 Jahre
Aussehen: auffällige schwarze Maske um die Augenpartie
Ernährungstyp: überwiegend Insektenfresser (insektivor)
Nahrung: Beeren, Käfer, Larven, Mäuse, Regenwürmer, kleine Singvögel
Verbreitung: Europa, Afrika (Überwinterungsgebiet)
ursprüngliche Herkunft: Mitteleuropa
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: bevorzugt naturbelassene Wiesen mit dornigen Hecken als Nistmöglichkeit
natürliche Feinde: Marder, Fuchs, Sperber, Habicht, Rabe
Geschlechtsreife: gegen Ende des ersten Lebensjahres
Paarungszeit: April – Mai
Brutzeit: ca. 14 Tage
Gelegegrösse: 3 – 6 Eier
Sozialverhalten: Familienverband

WUNDERSCHÖNER WILDPFLANZENMARKT

Impressionen vom gestrigen Wildpflanzenmarkt in Birsfeldens einmaliger Naturoase „Biotop Am Stausee“

(Einfach auf die Fotos klicken und schon kann man sie sich in voller Grösse und
Qualität  anschauen – Das Copyright bleibt beim Fotografen oder beim NVVB.
Angaben siehe auf dem Foto!)

Toll, dass soviele Leute gekommen sind und sich ein Stückchen Natur mit nach Hause genommen haben. Es gab wunderschöne Gespräche, die Sonne hat bis zuletzt gelacht.

Ein herzliches Dankeschön an Alle die mitgeholfen haben, dass dieser wunderbare Wildpflanzenmarkt stattfinden konnte

WIR SANIEREN DIE TROCKENMAUER

BILDER

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In den letzten Jahren sind in der Schweiz viele Trockenmauern verschwunden. Pflanzen und Tiere verlieren dadurch wertvollen Lebensraum.

Das Projekt

Sanierung Trockenmauer (© NVVB)Die Trockenmauer bildet den Abschluss des 1983 aufgeschütteten Hügels im Naturschutzgebiet „Biotop Am Stausee“. Gegenwärtig ist die
ca. 1 Meter hohe und ca. 12 Meter lange Trockenmauer von Brombeeren eingewachsen und teilweise eingestürzt. Der ursprüngliche Sinn als Trockenbiotop ist nicht mehr erfüllt. Sie soll deshalb mit neuen Steinen wieder aufgebaut werden. Durch den Wiederaufbau der Trockenmauer soll der trocken-warme Lebensraum aufgewertet werden, um damit verschiedene spezialisierte Pflanzen- und Tierarten zu fördern.

Zu den Pflanzenarten, die Mauerritzen besiedeln, gehören beispielsweise Zimbelkraut, mehrere Mauerpfefferarten, Mauerraute und Gelber Lerchensporn. Reptilien wie die Mauereidechse wärmen sich auf besonnten Steinen und nutzen Mauerfugen als Versteck. Igel können sich in speziell angelegte Nischen und Hohlräume am Mauerfuss zurückziehen und auch dort überwintern. Verschiedene Wildbienen, Hummeln, Käfer und weitere Insekten bewohnen Trockenmauern ebenso wie Weinbergschnecken. Erdkröten, Grasfrösche und Molche graben sich zum Überwintern gern in lockeren Sand und Kies ein und finden in der Hinterfüllung von Trockenmauern ideale frostfreie Winterquartiere.

Die Grundstückbesitzerin – die Kraftwerk Birsfelden AG -, hat dieser Umsetzung inkl. Kostenbeteiligung zugestimmt und so haben wir die Arbeiten dem erfahrenen Trockenmauerbauer Fabian Meyer der Firma Grünspecht Gmbh übertragen. Der gemeinnützige Betrieb führt Naturschutzaufträge mit erwerbslosen Menschen aus, die wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden wollen und dort ein Arbeitstraining absolvieren.

Die erfolgreiche Gesamtfinanzierung wurde Dank der Unterstützung von Stiftungen, Privatpersonen und der Landbesitzerin anfangs März 2016 gesichert und nun werden wir die Sanierung der Trockenmauer nach den Ostern bei trockenem Boden und gutem Wetter umsetzen.

Wir danken ganz herzlich den folgenden Personen und Institutionen für die grosszügige finanzielle Unterstützung

  • Kraftwerk Birsfelden AG

  • Carl Burger Stiftung, Münchenstein

  • Ornithologische Gesellschaft Basel

  • Hedwig Karrer Stiftung der Igelfreunde Baselland

  • Walder-Bachmann Stiftung, Basel

  • Margarethe und Rudolf Gsell-Stiftung, Basel

  • Sophie und Karl Binding Stiftung, Basel

  • Fritz und Hannelore Raschdorf, Basel

  • Kommission für Natur- und Landschaftsschutz Kanton Baselland

Haben Sie Interesse mehr darüber zu erfahren, dann sprechen Sie uns bei den Arbeiten vor Ort an oder melden Sie sich via dem Kontaktformular bei uns

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2015: Beobachtete Vögel, Amphibien, Libellen…

Hier kommt der Jahresrückblick 2015 der beobachteten Vögel, Amphibien, Libellen, Schmetterlinge und Säugertiere aus dem „Biotop Am Stausee“:

Vögel:

109 Vogelarten konnten 2015 beobachtet werden, dass ist eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr.

Es gab wieder ein paar tolle  Erstbeobachtungen!

  • Im Frühjahr und auch im Herbst kam ein Drosselrohrsänger auf Besuch. Das spezielle daran ist auch, dass wir im 2015 zum ersten Mal überhaupt alle in der Schweiz bekannte Rohrsänger auf Besuch hatten: Schilfrohrsänger, Teich- und Sumpfrohrsänger und eben der Drosselrohrsänger!
  • Anfangs Dezember gab’s eine weitere Sensation mit dem Besuch einer  Samtkopfgrasmücke – ein Vogel der man sonst nur im Mittelmeerraum antrifft. Viele Ornithologen von nah und fern kamen in das kleine Naturschutzgebiet.

(Klickt auf die Fotos um eine grösser Auflösung zusehen! Das Copyright bleibt beim Fotografen oder beim NVVB!)

  • …und zwei Nilgänse besuchten einmalig den Teich.

Neben diesen Erstbeobachtungen, gab’s noch viele weitere schöne Beobachtungen: Feldschwirl, Braunkehlchen, Habicht, Bergpieper, Wendehals, Nachtigall, Kukuck, Neuntöter, Klappergrasmücke, regelmässig kam auch ein Eisvogel an den Teich und vieles mehr…


Leider hatten in diesem Jahr die Teichhühner keinen Bruterfolg, obwohl sie 2 Bruten versucht haben, siehe dazu der Artikel: Teichhühner auf Wanderschaft

Hier könnt ihr die Liste der beobachteten Vögel euch herunterladen

button-pdfVogel-Beobachtungen 2015


Libellen:

Bei den Libellen konnten 14 Libellenarten gesichtet werden, was eine kleine Abnahme der Sichtungen bedeutet. Auch für die Libellen waren wohl die heissen Temperaturen nicht förderlich.

button-pdfLibellen-Beobachtungen 2015


Schmetterlinge und besondere Insekten:

Da, beim 1. Schnitt der Blumenwiese Anfangs Juli einige Inseln als Rückzugsmöglichkeit für die Insekten stehen gelassen wurden. Gabe es im Spätersommer einige Zunahmen des  Hauhechel-Bläuling. Erfreulich war auch eine Zunahme des Federgeistchen, beim Hügel gab’s regelrecht ein kleines Nest davon. Auf einem Kontrollgang konnten wir sogar eine Gottesanbeterin  entdecken. Was bis jetzt auch einmalig war in den letzten 33 Jahren. Wir werden auch im 2016 wieder auf den genauen Blütenstand schauen und so den richtigen Schnittpunkt setzten und  dementsprechend Rückzugsflächen einplanen. Daneben konnten wir ab Teich eine wunderschöne Blaue Holzbiene fotografieren und an der Braunwurzpflanze sahen wir mehrer Raupen des Braunwurz-Mönchs-Nachtfalters. Im allgemeinen kann festgestellt werden, dass es eine Zunahme der Insektenvielfalt gab.


Amphibien:

Es gab eine Zunahme der Erdkröten die abelaicht haben. Die benachbarten Familiengärten berichteten uns auch  einige Beobachtungen in ihren Gartenbeten. Auch der Grasfrosch hat zum ersten Mal seit langem wieder abgelaicht, es wurden 2 Ballen gesehen. So können wir nun 6 Amphbienarten verbuchen: Wasserfroschkomplex (kl. Wasserfrosch, Teichfrosch und Seefrosch),  Erdkröte, Grasfrosch, Berg- und Fadenmolch.


Folgende Säugertiere wurden beobachtet

Die Sensation in diesem Jahr war die Entdeckung des Baummarder , der sich  über mehrere Tage in den Hecken neben dem Teich aufhielt. Anwohner berichteten sogar, dass auch in den Sommernächte es anscheinend Revierkämpfe gab zwischen den rumsträunenden Katzen und dem Marder.

Baummarder im Biotop (© Georges Preiswerk)

Leider hat aber auch der heisse Sommer  den  jungen Igeln im Gebiet zu schaffen gemacht, so musste sogar ein Jungtier, nachdem es vergeblich versuchte am Teich etwas Wasser zu trinken und deshalb wohl umher irrte, von der Igelstation abgeholt werden. Wie immer sahen wir beide Eichhörnchenarten, etwas vermehrt das Rötlichere.

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Einmal mehr kann man sagen, dass dieses kleine Naturschutzgebiet so nahe am Wohn- und Hafengebiet, eine einmalige Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt jedes Jahr wieder ums neue hervorbringt. Wilde Natur im Siedlungsraum ist eben möglich!

Wer auch einmal Mithelfen möchte bei unseren Pflegeeinsätze und anderen Aktivitäten. Oder möchten Sie uns was Spenden für unsere ehrenamtliche Naturschutzarbeit, dann bitte melden Sie sich hier bei uns melden

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Der Mindestbeitrag ist CHF 10.-

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