Orpheusspötter im Biotop Am Stausee

George Preiswerk hat heute Morgen den Orpheusspötter (Hippolais polyglotta)  im Biotop Am Stausee entdeckt! Im Jubeljahr (30-jähriges) des “Biotop Am Stausee” einmal mehr eine seltene Vogelattraktion, WOW! 

Hier seine Bermerkung aus dem ornitho.ch :

Wegen Gesang und Rufe entdeckt. Singt zuerst in Brombeerstrauch, dann Gebüsch nähe Weiher.

Später berichtet Guido Müller noch, dass er den Orpheusspötter mehrmals beim Fliegen hin und her vom Teich ins Gebüsch und zurück beobachten konnte und das er am Gebüschrand futtert.

Orpheusspötter (© Bernhard Müller)
Strukturreiche Kleingärten neben Wiesen und Ackerland sind Brut- und Nahrungshabitat des Orpheusspötter. Er ist leicht mit seiner Schwesterart, dem Gelbspötter, zu verwechseln.

Sein recht variabler Gesang, wie übrigens auch bei anderen Spöttern, ist sehr auffällig. Sein “tr’r'r’r'r’r'r’rt” besteht aus verschiedenen schnalzenden Rufen und anderen hastig vorgetragenen Elementen.

Der Orpheusspötter gilt laut Roter Liste leider in der Schweiz als potenziell gefährdet eingestufter Brutvogel!

Das Brutgeschäft findet hauptsächlich an trockenen und sonnigen Standorten statt. Bevorzugt werden dabei nicht sehr hohe, dichte oder gar dornenbewehrte Sträucher, die kleine Gebüschkomplexe bilden. Sein Nest baut der Orpheusspötter häufig in Astgabeln. Gefressen werden vor allem Insekten und Spinnen.

Orpheusspötter ziehen im Winter ins tropische Afrika jenseits der Sahara.

Hufeisen-Azurjungfer am Teich

Da leider wegen dem Hochwasser im Rhein der 1. Birsfelder Gewerbetag Rund ums Kraftwerk Birsfelden -  im wahrsten Sinne des Wortes -  ins Wasser gefallen ist. War es umso erfreulicher, dass unser Makrohobbyfotograf Thomas Blum am gestrigen sonnigen und warmen Sonntag dafür endlich eine Hufeisen-Azurjungfer Libelle am Teich entdecken konnte und natürlich sofort abknipste:

Hufeisenazujungfer am Teich (© Thomas Blum)
Die Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella) gehört zu den Kleinlibellen und ist neben der Grossen-Pechlibelle unsere häufisste Kleinlibellenart. Sie wird oft mit der Gemeinen-Becherjungfer Libelle verwechselt, obwohl die Unterschiedsmerkmale recht deutlich sind.

Der Lebensraum der Hufeisen-Azurjungfer ist dann optimal, wenn an einem Teich Rohrkolben, Schilf und Grossseggen vorkommen und wo der Schwimmblattbereich von Seerose und Unterwasservegetation wie z.B. das  Laichkraut abgelöst wird. Wenn dann noch Blätter und Blütenstängel aus dem Wasser ragen ist das Paradies der Hufeisen-Azurjungfer perfekt.

Die Flugzeit der Hufeisen-Azufjungfer ist von Mai bis September

Hufeisenazujungfer am Teich (© Thomas Blum)

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Alle Infos zu den verschiedenen Biotoptypen (Lebensräume) im “Biotop Am Stausee” finden Sie hier:

30 Jahre Biotop Am Stausee – Lebensräumepdf

Teichrohrsänger im Biotop am Stausee

Seit Tagen singt ein Teichrohrsänger am und um den Teich des “Biotop am Stausee”.

Der letzte wahrscheinliche Brutnachweis im Biotop, stammt vom 24. Juni 1989, dort wurde am Teich des Biotops 4 Junge gesichtet. Im Brutvogelinventar wird der Teichrohrsänger nur 8 Mal als wahrscheinlicher oder sicherer Brutvogel in den
Kantonen BS und BL erwähnt!

Vielleicht klappt es ja im Biotop-Jubiläumjahr wieder einmal?

Alle aktuellen Vogelbeobachtungen aus dem “Biotop am Stausee” findet man hier:

Aktuelle Vogelbeobachtungen 2013

(Einfach auf die Fotos klicken und schon kann man sie sich in voller Grösse und Qualität  anschauen – Das Copyright bleibt beim Fotografen siehe Angaben auf dem Foto!)

Der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) gehört zur Familie der Grasmückenartigen und ist, wie alle Rohrsänger, an mehr oder weniger senkrechte Strukturelemente von Pflanzengesellschaften aus Feuchtgebieten angepasst. Sein Nest hängt er zwischen zwei bis acht Halmen schwebend auf. Sein nächster Verwandter ist der Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris) mit dem man ihn sehr leicht verwecheln kann. Doch an der Stimme kann man beide sehr gut unterscheiden.

Besonderes

Der Kuckuck legt seine Eier regelmässig in Teichrohrsänger-Nester. Kuckucks-Küken sind grösser und stärker als Teichrohrsänger-Küken und verdrängen sie aus dem Nest. Dadurch verliert der Teichrohrsänger seinen eigenen Nachwuchs und zieht ein wahrliches Kuckucks-Kind gross.

Wer mehr über den Teichrohrsänger erfahren möchte und sein Verwandter den Sumpfrohrsänger, dem empfehlen wir mal einen Besuch in die Petite Camargue zu machen. Dort kann man beide in dieser Jahrzeit gut hören und wenn man etwas Geduld hat sogar sehen.

Weitere Highlights zu dieser Jahrezeit ist der Vogel des Jahres -  der Pirol -, natürlich die Nachtigall, Feldschwirl, Fitis, Nachtreiher und viele andere Vogelarten. Wer schon lange kein Laubfrosch mehr in unserer Region gehört hat, der kommt dort gegen Abend auch auf seine Kosten.

Alle Infos zum Naturparadies so nahe zu Basel findet man hier: Petite Camargue

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Die Bruthinweisschilder hängen…

….nun wieder links und rechts vom Weiher.
Wir danken Ihnen schon jetzt für ihr respektvolles Verhalten in der Natur.

(Einfach auf die Fotos klicken und schon kann man sie sich in voller Grösse und Qualität  anschauen – Das Copyright bleibt beim Fotografen siehe Angaben auf dem Foto!)