Erster Schmetterling gesichtet…

Letzte Woche hat unser Makro-Fotograf – Thomas Blum – , am nun blühenden Schwarzdorn im “Biotop Am Stausee” einen der ersten Schmetterlinge gesichtet und zwar ein Edelfalter:

Der C-Falter!

(Klickt auf die Fotos um eine grösser Auflösung zusehen! Das Copyright bleibt beim Fotografen oder beim NVVB!)

….viele andere Tagfalter (Schmetterlinge) werden in den nächsten warmen Tagen ausfliegen.

Was brauchen Tagfalter – Wie können wir ihnen helfen?

Das wichtigste für viele Schmetterlinge ist, dass wir ihre Futterpflanzen stehen lassen, wie z.B. die Brennessel, sie ist für rund 50 Schmetterlingsarten im Raupenstadium die wichtigste Futterpflanze. Am bekanntesten sind das Tagpfauenauge (Inachis io), der Kleine Fuchs (Aglais urticae), der Admiral (Vanessa atalanta), das Landkärtchen (Araschnia levana) und eben der oben gezeigte C-Falter (Polygonia c-album).

Auch brauchen sie genügend nektarreiche Blütenpflanzen. Wir können ihnen einfach helfen, indem wir eben die Brennesseln stehen lassen, einheimische Wildpflanzen fördern, indem wir selber welche anpflanzen oder mithelfen dass blütenreiche Blumenwiesen  im unmittelbaren Siedlungsraum entstehen.

Also helft mit und macht eure Freunde und Bekannte, sowie Hausbesitzer, Genossenschaften etc. darauf Aufmerksam.

button-pdfPro Natura Flyer – Schmetterlinge im Garten

button-pdfPro Natura Broschüre – Blumenwiesen anlegen und pflegen

button-linkSchmetterlinge der Schweiz

DIE BRUTHINWEISSCHILDER HÄNGEN WIEDER…

…WARUM EIGENTLICH?

Nun zur Frühlingszeit kehren viele Tiere wieder aus ihrem Winterquartier in Birsfeldens einmaliger Naturoase dem Biotop “Am Stausee” zurück. So ist das Teichhuhnpaar, welches seit mehreren Jahren hier brütet wieder an den  Teich zurückgekehrt und ist schon am Nestbau. Auch ein Zilpzalp ein Kurzsteckenzieher der in Südwesteuropa und Nordafrika überwintert, singt schon unermüdlich im Gebiet.

Auch die Amphibienwanderungszeit hat längst begonnen, die ersten Berg- und Fadenmolche im Teich tauchen auf, Erdröten hört man und haben teilweise schon abgelaicht. 

Einige Wasserläufer sieht man auch schon wieder auf der
Wasseroberfläche gleiten. Immer Mal wieder hat man Glück und entdeckt Libellenlarven ganz unten am Teichboden und vieles mehr…

Bald wächst die Wiese am Teich wieder und gibt Schutz und Nahrung für viele fliegenden Insekten wie Schmetterlinge, Hummeln, Wildbienen und Co. Auch Bodenbrüter wie der Zilpzalp oder der Teichrohrsänger der sein Nest an Schilf- oder Rohrkolbenhalme aufhängt, profitieren von dieser
Ruhezone.

Damit all diese Tiere nicht gestört werden, dient die Fläche um den Teich herum dem Schutze und sollte daher auch nicht von Besuchern betreten werden, darum hat man auch keinen Weg drumherum angelegt!

Deshalb haben wir wie die Jahre zuvor wieder unsere schönen Bruthinweisschilder aufgehängt.

Wir danken allen Besuchern für Ihr Verständnis

Unsere Rücksichtnahme gibt der Natur eine Chance!

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Zur Information:

Auch die Blumenwiesen dürfen nicht betreten werden, sind weder Hunde- noch Kinderspielwiesen. Darum Bitte bleiben Sie auf dem Weg, von dort kann man genügend beobachten.

 

Und: Alle Amphibien stehen in der Schweiz unter Naturschutz! Es ist daher verboten ihre Larven oder ihren Laich aus  Teichen, Weihern etc. zu entfernen. Es kann für Amphibien sogar gefährlich werden, wenn man Laich oder Amphibien in einen anderen Teiche, Weiher oder ein anderes Naturschutzgebiet transportiert, weil dadurch eine gefährliche Krankheit von einem Gebiet in ein anderes übertragen werden könnte.

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Auch das aussetzen von Fischen, Schildkröten etc. ist in öffentlichen Gewässern wie der Teich im Biotop “Am Stausee” verboten!
Sollten Sie jemanden beobachten der Fische, Schildkröten aussetzt oder Laich, Kaulquappen oder Amphibien aus dem Teich entfernt oder einsetzen möchte, machen Sie diese Leute bitte darauf aufmerksam. Die Amphibien danken Ihnen.

2014: Beobachtete Vögel, Amphibien, Libellen…

Hier kommt der Jahresrückblick 2014 der beobachteten Vögel, Amphibien, Libellen, Schmetterlinge und Säugertiere aus dem “Biotop Am Stausee”:

Wie all die letzten Jahre zuvor, haben wir auch in diesem Jahr von Georges
Preiswerk seine ausführliche Beobachtungsliste seinen fast täglichen Rundgängen durchs “Biotop Am Stausee” erhalten. Auch von Thomas Blum haben wir duch’s Jahr hindurch immer wieder tolle Makroaufnahmen von den vielen Insekten zugemailt
bekommen. Beiden ein herzliches Dankeschön.

Vögel:

75 Vogelarten konnten beobachtet werden! Besonders war der Besuch des
Gelbspötters, dem Wendehals, dem Feldschwirl,  und wie fast zur selben Zeit im letzten Jahr kam nochmals der Irrgast aus Sibiren – der Gelbbrauen-Laubsänger .

button-pdfVogel-Beobachtungen 2014

Die aktuellen Vogelbeobachtungen findet man übrigens  hier!

(Klickt auf die Fotos um eine grösser Auflösung zusehen! Das Copyright bleibt beim Fotografen oder beim NVVB!)

Libellen:

Bei den Libellen konnten 16 Libellenarten gesichtet werden (Insgesamt seit der
Entstehung dieses Naturschutzgebietes wurden bis jetzt 33 Libellenarten gezählt).
Besonders zu erwähnen ist die Keilfleck-Mosaikjunger, die Gebänderte-Prachtlibelle , die Grosse-Königslibelle und die Gemeine-Winterlibelle.

button-pdfLibellen-Beobachtungen 2014

(Klickt auf die Fotos um eine grösser Auflösung zusehen! Das Copyright bleibt beim Fotografen oder beim NVVB!)

Schmetterlinge und besondere Insekten:

In der Wildblumenwiesen, die sich in den letzten 31 Jahre immer weiterentwickelt, konnen neben einigen Tagfalter (Schmetterlinge) wie der Hauhechel-Bläuling und dem kleinen Heufalter auch andere spannende Insektenarten gesichtet werden: das Schlehen-Federgeistchen (Pterophorus pentadactyla), die Gemeine-Sichelschrecke, ein Ameisen-Sackkäfer. Auch eine dicke Weidenbohrerraupe wurde entdeckt.

(Klickt auf die Fotos um eine grösser Auflösung zusehen! Das Copyright bleibt beim Fotografen oder beim NVVB!)

Amphibien:

Seitdem die Fische aus dem Teich sind, haben sogar Erdkröten im Teich abgelaicht, ein 7mm langes Exeplar, konnte dann am 22. Juni 2014 auf dem Weg neben dem Teich gesichtet werden. So können wir nun 5 Amphbienarten verbuchen: Wasserfroschkomplex (kl. Wasserfrosch, Teichfrosch und Seefrosch),  Erdkröte, Berg- und Fadenmolch.

(Klickt auf die Fotos um eine grösser Auflösung zusehen! Das Copyright bleibt beim Fotografen oder beim NVVB!)

Folgende Säugertiere wurden gesehen

  • Igel
  • Eichhörnchen (dunkles und schwarzes)*
  • Katzen
  • Hunde (Leider trotz Hundeverbots-Schild werden immer Mal wieder freispringende gesehen und sogar welche die im Teich baden!)

(*Am 13. Dezember 2014 konnte ein dunkles Eichhörnchen beobachtet werden, das mit einer Krähe verstecken spielt.)

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Das aussetzen von Tieren ist verboten!

goldfisch200Leider wurde wieder eine Schildkröte ausgesetzt. Mitte Mai konnten wir das Weibchen der Gelbwangen-Schmuckschildkröte einfangen und dem Tierheim beider Basel übergeben!

Wer nicht mehr in der Lage ist für sein Tier zu sorgen, möge sich doch bitte hier melden, Danke:

Tierschutz beider Basel und Tierheim im Walzwerk
Tramstrasse 66, Gebäude D 29
4142 Münchenstein

Tel. 0900 78 78 20
Mail info@tbb.ch
Homepage: www.tbb.ch

Dort hat es sehr freundliche Leute, die Ihnen weiterhelfen und Ihr Haustier entgegennehmen!

PROBLEMPFLANZE IN BLUMENWIESE!

Seit gestern wundern sich vielleicht Spaziergänger, warum ein Teil des Hügels im “Biotop Am Stausee” nun freiliegt?

Leider haben wir seit ein paar Jahren dort Probleme mit der eingeschleppten Aleppo-Mohrenhirse (Sorghum halepense), die man in vielen Vogelfuttermischungen findet!

Darum haben wir – in Zusammenarbeit mit dem Werkhof Birsfelden – , den Versuch gestartet dieser fremdländischen eingeschleppten Pflanze in der schönen Wildblumenwiese Herr zu werden, und nun ein Teil des Erdreichs mit den Wurzeln abgetragen.

Weshalb ist die Aleppo-Mohrhirse ein Problem und so schädlich für eine Wildblumenwiese?

Dieses Gras kann als “invasiv” eingestuft werden: Auch abgetrennte Rhizome (Wurzelteil), die übrigens bis über 1 m tief wurzeln können, schlagen aus. Die Samenproduktion ist gewaltig, denn das Gras hat neben Fremdbestäubung auch Selbstbestäubung. Grassamen können durchaus warten. Nach 5 Jahren ist die Keimfähigkeit immer noch bei 50 %.
Auch neue, die Kälte besser ertragende Ökotypen wurden gebildet. Auch die Klimaveränderung hilft dem Gras zusätzlich, sich rascher auszubreiten.

Würde man nichts dagegen unternehmen, verdrängt diese invasive Pflanze langsam viele Wildblumen und die nun über 32 Jahre alte artenreiche Blumenwiese würde ihren Wert verlieren und für Schmetterlinge, Bienen und Co. gäbe es bald keine Futterpflanzen mehr!

button-linkSPENDEN HILF!

SPENDEN ZUGUNSTEN DER NATUR!